Dorf präsentiert sich zukunftsorientiert

Eine Jury begutachtete Eisborn. ▪

EISBORN ▪ Das Schützenfest ist vorbei, dennoch ist in Eisborn keine Ruhe eingekehrt. Denn die Dorfbewohner erwarteten am Mittwoch hohen Besuch. Mit dem Bus reiste die 14-köpfige Jury des Wettbewerbes „Unser Dorf hat Zukunft“ an.

Die Kommission, bestehend aus Vertretern des Kreistages, der Fachbehörden, dem Kreisheimatpfleger, einem Vertreter der Bezirksregierung, der Landwirtschaftskammer sowie der Landfrauen, erkundete den Ort. Immer wieder gab es ein anerkennendes Kopfnicken. Ortsvorsteher Martin Danne war sichtlich angespannt: „Eigentlich kennen wir das Prozedere schon. Dennoch ist es immer wieder aufregend.“ Seit Jahren nimmt Eisborn an dem Wettbewerb teil. Einmal konnte das Dorf sogar bereits gewinnen. Doch die Anforderung an ein Gewinner-Dorf sind hoch. Denn der Ort muss nicht nur hübsch aussehen, sondern sich auch zukunftsorientiert präsentieren. Der Ortsvorsteher hat gleich mehrere Trümpfe im Ärmel: „Stolz sind wir auf unser reges Vereinsleben.“ Trommelcorps, Schützenbruderschaft und Reitverein seien nur einige Beispiele gelungener Vereinsarbeit. Auch an Nachwuchs fehle es in Eisborn nicht. „Es engagieren sich viele junge Dorfbewohner in den Vorständen“, berichtet Danne. Zudem seien die Bewohner äußerst engagiert. „Ich verlange nicht, dass jeder Bürger seinen Rasen für diesen Tag mäht und hübsche Blumen pflanzt. Das ist Quatsch. Unsere Bürger engagieren sich genug“, berichtet er der Kommission. So wird in den kommenden zwei Jahren beispielsweise der Sportplatz im Rahmen einer großen Gemeinschaftsaktion in Stand gesetzt, welche vom Dorf selbst finanziert wird. Auch eine weitere Bushaltestelle wurde errichtet, das Friedhofstor erneuert und Bänke aufgestellt. Eine Biogasanlage versorgt Hotels und Arbeitgeber mit dem nötigen Strom. Doch trotz aller Neuheiten ist für Ortsvorsteher Martin Danne auch die Geschichte ein elementarer Bestandteil der Führung. Alte Dokumente, Berichte von Zeitzeugen, Bücher und Fotos lagern in der Heimatstube. „Wir sind derzeit dabei all das Material zu sichten und zu sortieren. Irgendwann soll hier ein kleines Eisborner Geschichtsmuseum entstehen“, berichtet Danne den Jurymitgliedern.

Gestern Abend standen die Sieger des Wettbewerbes dann endlich fest: Eisborn belegte in der Kategorie Zwei, das waren die Dörfer mit 500 bis 1000 Einwohner, den zweiten Platz. Über den Gruppensieg konnte sich Nachbar Mellen freuen. Der Gesamtsieg ging in diesem Jahr an das Iserlohner Dorf Oestrich.

Lydia Machelett

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