Rat diskutiert über Ortsumgehung

+
An dieser Kreuzung – Sanssouci und Wocklumer Allee – soll eine Umleitung über das Kruse-Gelände entstehen.

Balve - Die Ortsumgehung von Balve, im Entwurf des Bundesverkehrswegeplans als vordringlicher Bedarf geführt, war ein Thema der Ratssitzung am Mittwoch. Bürgermeister Hubertus Mühling führte aus, dass das Projekt im Bereich zwischen Kreuzung Sanssouci und Wocklumer Allee in fünf Jahren realisiert werden soll.

Für Balve sei dies ein Segen, betonte Mühling, denn damit würde die Bahnunterquerung und Hönneüberführung als Gefahrenpunkte beseitigt. Zum zweiten Trassenabschnitt, ab Kläranlage Balve bis Langenholthausen, könnte noch keine detaillierte Stellungnahme abgegeben werden.

Mit der Ortsumleitung einher geht die Diskussion über die Verkehrssituation in der Innenstadt. Der Meinung „Pkw in die Innenstadt, Lkw nein“ schloss sich der Bürgermeister an. Entlastung sei bereits jetzt durch die K12n spürbar, deren endgültige Fertigstellung im Sommer dieses Jahres zu erwarten sei. Beruhigt werden soll der Straßenverkehr durch den Bau von Kreisverkehren zwischen Höhle und Sparkassen-Kreuzung.

Außerdem muss die planerische Anbindung der in der Planung befindlichen Kiebitzmarkt-Fläche den Bedürfnissen angepasst sowie Maßnahmen der abzweigenden Straßen entlang der Hauptstraße angeordnet und eingerichtet werden. Ein Schritt soll die Sperrung des Mühlenwegs sein, um das Rückstau-Problem für Linksabbieger zu lösen.

Mehrheit des Rates befürwortet Ortsumgehung

In der Diskussion der Ratsmitglieder zeigte sich, dass eine große Mehrheit diesen Gedanken positiv gegenüber stand. Cay Schmidt (SPD) betonte, dass Rat und Verwaltung „nicht leichtfertig und schlampig damit umgehen“ würden.

Gesprächsbedarf gab es zur Änderung des Stellenplans, der nach der Übernahme der Trägerschaft der Stadt Balve ab dem 1. August für den Antonius-Kindergarten in Garbeck erforderlich wird. Es müsse alles neu geregelt werden, denn die vom bisherigen Träger vorgenommenen Regelungen greifen nicht mehr, so Mühling: „Wir brauchen einen organisatorischen Rahmen, um handlungsfähig zu werden.“ Das beziehe sich jedoch lediglich auf den Stellenplan – personelle Besetzungen waren kein Thema.

Die Stadt müsse aber klären, ob sie die Ergänzungskraft mit 19,5 Wochenstunden einstellen darf. Sigrid Schmidt (SPD) wies auf ein Gespräch mit der zuständigen Behörde des Kreises hin. Denn bei Einrichtungen mit nur einer Gruppe dürften keine Ergänzungskräfte eingestellt werden.

Schüler und Vereine können bald Murmke-Turnhalle wieder nutzen

Bewegung kommt in Sachen Murmke-Turnhalle. Die Stadt hat durch den Kauf eines Wohnhauses und die Anmietung eines Gewerbekomplexes in Garbeck weitere Reserven für die Aufnahme von Flüchtlingen gebildet. Die Turnhalle soll somit zum Schuljahresbeginn wieder für den Schul- und Vereinssport zur Verfügung stehen. Derzeit sei kein Vandalismus festgestellt worden, nur gewöhnliche Gebrauchsspuren, sagte der Bürgermeister zum Zustand der Halle.

Die ab 2017 vorgesehene Sanierung der Sanitär- und Umkleideräume sei nach Jahrzehnten der sportlichen Nutzung dringend erforderlich, und entsprechend im Haushaltsplan ausgewiesen.

267 Flüchtlinge werden in Balve betreut. Die meisten von ihnen (98) kommen aus Syrien, 31 aus dem Irak. Aber auch Menschen aus sicheren Herkunftsländern seien in der Hönnestadt untergebracht. Aktuell sei die Lage relativ entspannt, sagte Mühling. Das soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass dieser Zustand auf Dauer so bleiben könne. Sein Dank ging an das Bündnis für Flüchtlinge, dessen Helfer nicht müde würden, sich einzubringen.

Bücherei hat neuen Leiter gefunden

Fündig wurde die Stadt bei der Besetzung der Leitung der Öffentlichen Bücherei, teilte Michael Bathe mit. Drei Vorstellungsrunden waren dafür erforderlich. Der Name des Nachfolgers von Roswitha Schubert wird demnächst bekannt gegeben.

Für die Breitbandförderung stehen 50 000 Euro für Beratungsleistungen zur Verfügung. Das Geld wurde vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur auf Antrag der Stadt Balve bewilligt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.