Digitale Anzeige soll Raser bremsen

Eine Geschwindigkeitsanzeige soll Verkehrsteilnehmer in Beckum nun für die Gefahren des Rasen sensibilisieren. - Foto: Kolossa

Beckum - Richtig Gas geben Autofahrer gerne an der Arnsberger Straße, der Ortsausfahrt von Beckum in Richtung Hövel. Aber auch im Dorf selber wird gerast. Dem möchte Ortsvorsteherin Julia Jost nun mit einem Geschwindigkeits-Display begegnen.

Die Geschwindigkeitsanzeige gehört der Stadt Balve und hängt nun in Beckum. Mal werden die Fahrer auf zwei, vier oder mehr Rädern mit einem Smiley begrüßt, wenn sie das zugelassene Tempo unterschreiten. Sind sie schneller unterwegs, leuchtet groß die genaue Geschwindigkeit auf.

„Ich möchte sie flexibel in den Problembereichen wie B 229, Dorfstraße und eventuell auch an der Grundschule ein Display anbringen“, stellte Jost ihr Konzept vor. Sie weiß um die Anfälligkeit des Stadt-Displays, das auch eine ganze Zeit lang nicht funktionierte. „Die Akku-Laufzeit beträgt sieben bis zehn Tage“, habe sie erfahren. „ Um einen dauerhaften Betrieb sicherzustellen, wäre ein zweiter Akku sinnvoll.“

Erfasst würde lediglich die Zahl der Fahrzeuge und wie schnell diese gefahren seien: „Es werden keine Nummernschilder erfasst und es wird auch nicht geblitzt.“ Die Ortsvorsteherin setzt auf den Abschreckeffekt. „Die B 229 soll keine Rennstrecke sein“, möchte sie im Bewusstsein aller Verkehrsteilnehmer verankern.

Die Gesamtkosten – für den zweiten Akku – in der von ihr veranschlagten Höhe von 2000 Euro möchte Jost durch Sponsoren aufbringen. „Ein Viertel der Summe ist schon vorhanden“, sagte sie. Interessierte Spender können sich an j.jost@posteo.de wenden.

Von Julius Kolossa

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