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Sie retten immer wieder Leben

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Von: Julius Kolossa

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Bei der Stadt Balve weiß man, was man an der First-Responder-Einheit hat. Deshalb gab es unlängst eine Ehrenurkunde für die Lebensretter, die hier Leiter Christian Boike von Bürgermeister Hubertus Mühling entgegennimmt.
Bei der Stadt Balve weiß man, was man an der First-Responder-Einheit hat. Deshalb gab es unlängst eine Ehrenurkunde für die Lebensretter, die hier Leiter Christian Boike von Bürgermeister Hubertus Mühling entgegennimmt. © Julius Kolossa

Balve – Die First Responder haben schon manchem Bürger aber auch Besuchern der Stadt Balve bei medizinischen Notfällen geholfen und manchmal auch das Leben gerettet. Seit zehn Jahren gibt es diese Einheit, die aus 19 Kameraden besteht, die an 24 Stunden 365 Tage einsatzbereit sind.

Balve – Die First Responder haben schon manchem Bürger aber auch Besuchern der Stadt Balve bei medizinischen Notfällen geholfen und manchmal auch das Leben gerettet. Seit zehn Jahren gibt es diese Einheit, die aus 19 Kameraden besteht, die an 24 Stunden 365 Tage einsatzbereit sind.

Über 450 Einsätze liegen seit der Gründung am 1. Dezember 2011 hinter den Ersthelfern, die innerhalb des Stadtgebiets von Balve gerufen werden, um die Zeit zu überbrücken, bis ein Rettungswagen eintrifft. „In diesem Jahr liegen bereits 85 Einsätze hinter uns“, stellte Einheitsleiter Christian Boike unserer Zeitung dar, dass auch im Jubiläumsjahr die Einsatzbereitschaft hoch ist. Der 45-jährige Berufsfeuerwehrmann, der auf der Feuer- und Rettungswache in Menden im Führungsdienst arbeitet, ist stolz auf die First Responder, die seit 2011 ununterbrochen im Einsatz sind.

Die Anforderungen sind hoch: „Voraussetzung ist der abgeschlossene Grundlehrgang der Freiwilligen Feuerwehr in Balve – daran schließt sich eine weitere 80-stündige Ausbildung an. Und erst danach ist man ein First Responder.“ Die Interessenten wissen, was auf sie zukommt: „Jeder ist aus Überzeugung dabei.“ Zurzeit finde wegen der Corona-Pandemie keine Ausbildung statt. „Danach aber, wenn alles wieder ermöglicht wird, können wieder drei bis vier Leute ausgebildet werden.“

Boike erinnert sich an die Anfänge, als durchaus Skepsis geäußert wurde, ob sich denn die Freiwilligen Feuerwehrleute nicht zu viel mit ihrer neuen Aufgabe aufbürden würden. Doch diese Befürchtungen hätten sich schnell zerstreut. Geholfen werde dort, wo Hilfe gebraucht werde. Manches Mal allerdings muss auch der Tod hingenommen werden, auch das gehört zu den Einsätzen. „Erster Schritt ist, dass wir alles im Team nachbesprechen“, sagte Boike. „Niemand wird alleingelassen.“

In Erinnerung bleiben natürlich auch Dankesworte von Angehörigen. „Ja, das kommt vor – so auch nach dem Raserunfall zwischen Beckum und Hövel (wir berichteten), als sich danach die Familien bei uns bedankt haben. Das war auch vom Ausmaß her ein ganz besonderer Einsatz.“ Unterwegs sind die First Responder mit ihrem Audi A4, der 2014 von der Bürgerstiftung Balve zur Verfügung gestellt wurde. 215 000 Kilometer hat das Fahrzeug inzwischen auf dem Tacho, und wenn es nach Christian Boike geht sollen nicht mehr viele Kilometer dazu kommen. „Für unsere Arbeit wäre eigentlich ein Pick Up perfekt, denn in diesem gibt es genügend Platz für unsere ganze Ausrüstung. Und außerdem: wir werden zu immer mehr Freizeitunfällen gerufen, die in den Wäldern passieren. Hierbei hilft ein geländegängiges Fahrzeug.“

Er betont: „Das sind unsere ersten Überlegungen.“ Über anfallende Kosten und Fahrzeugmodelle kann er deshalb noch keine Angaben machen. Doch ein größeres Fahrzeug sei der richtige Weg in die Zukunft: „Die Freizeitunfälle mit Rad oder Pferd in der Natur nehmen immer mehr zu. Wir werden zu einem Wespenstich gerufen, aber auch zu einem Armbruch, oder aber Verletzungen am Kopf oder Rücken.“

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