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Nach langer Coronapause: Heimspiel für Kathrin Heinrichs

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Von: Julius Kolossa

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Kathrin Heinrichs lieferte eine amüsante Performance ab.
Kathrin Heinrichs lieferte eine amüsante Performance ab. © Kolossa, Julius

Endlich: im dritten Anlauf fand der für Frühjahr 2020 geplante und wegen der Corona-Pandemie immer wieder aufs Neue verschobene Auftritt von Kathrin Heinrichs statt.

Balve – Die gebürtige Langenholthausenerin, die mit ihrer Familie in Menden wohnt, hatte ein Heimspiel am Freitag. Dafür sorgte ein erwartungsvolles Publikum in der Realschul-Aula, dass seine Eintrittskarten über ein Jahr aufbewahrt hatte, um Kathrin Heinrichs endlich live zu erleben.

Dafür hatte sie ein eigens für ihr 20-jähriges Bühnenjubiläum geschriebene Programm „Alles gut?!“ mitgebracht, in dem sie als Kabarettistin, aber auch als Autorin von Krimis und Kurzgeschichten brillierte. Uraufgeführt wurde in Balve der zehnte Fall von Lehrer und Hobby-Ermittler Vincent Jakobs, der dieses Mal im Chor-Milieu fahndete. „Aus dem Takt“, lautete das Buch, aus dem Heinrichs einige Passagen vortrug. Abgerundet wurden diese durch den Chor „MelodieMellen“, der unter der Leitung von Daniel Pütz einige textbezogene Stücke sang.

Chorgesang und Mord

„Hier habe ich für meine Recherche zu meinem Buch an einer Chorprobe teilgenommen“, wies Kathrin Heinrichs auf eine durchaus innige Verbindung zu ihrem musikalischen Gast hin. Dabei habe sie festgestellt, wie schmunzeln erklärte: „Chorgesang bietet viel Stoff für Konflikte, aber auch für viel Humor – und manchmal auch für einen Mord.“ Durch einen solchen kommt in „Aus dem Takt“ ein Chorleiter ums Leben.

Lese-Seepferdchen

Kurzweilig war dieser Auftritt, der von der Kolpingsfamilie -Balve, initiiert worden war. Dabei verteilte die Autorin genau zubereitete Lesehäppchen, die Lust auf mehr machten. „Das betreute Lesen ist jetzt vorbei“, wies Heinrichs ihr Publikum am Ende auf das Wesentliche hin. „Sie haben jetzt das Lese-Seepferdchen, und sind damit in der Lage, eigenständig weiter zu lesen.“ Im weiteren Verlauf des Abends unterhielt sie mit bisher von ihr noch nicht veröffentlichten Alltagssatiren rund um Weihnachten und Silvester. Auch hierzu trug „MelodieMellen“ mit Chorgesang seinen Teil bei. Gelungen war all dies aus der Sicht des Publikums, das nicht mit Beifall sparte.

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