Deutschlandtour beendet: Viel positives Feedback für Fabry

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Kreuz und quer durch Deutschland, von Flensburg bis Vaihingen an der Enz sowie Münster und Halle an der Saale war Thomas Fabry unterwegs. Dabei besuchte er viele Landwirte, die ihn mit seiner Kamera auch bereitwillig in die Ställe ließen.

Langenholthausen - Der Käfer ist wieder weg, Thomas Fabry hat den Oldtimer zurückgegeben und fährt wieder Trecker. Der Landwirt aus Langenholthausen hat seine Deutschlandtour mit seiner Partnerin Annika Ahlers beendet, und steht wieder im Stall.

Zwölf Städte haben er und Annika Ahlers in zehn Tagen besucht, dabei um die 4500 Kilometer zurückgelegt. Ziel der beiden jungen Landwirte war es, die Vielfalt der Landwirtschaft in Städten wie Flensburg, Magedeburg, Leipzig und auch Münster darzustellen und sogenannte „Innenstadt-Gespräche“ darüber zu führen, was die Verbraucher bewegt. 

Die Ergebnisse wurden mitgenommen in die dortigen landwirtschaftlichen Betriebe. „Wir haben von einer Kooperation, die 3500 Hektar bearbeitet, bis hin zu einem Bergbauern, der 30 Kühe als Biobetrieb hält, alles besucht“, zählte Thomas Fabry auf. Außerdem: Winzer, Forellenzüchter, Schweinehalter, Ackerbauer und Betriebe, die erneuerbare Energien setzen. 

Stadt-Land-Dialog

„Dieser Stadt-Land-Dialog war der Aufschlag für weitere Aktionen“, sieht der Langenholthausener weiteres Potenzial dafür, „an der Schnittstelle zwischen Verbraucher und Erzeuger“ zu arbeiten. Als Hausaufgabe der Auftaktveranstaltung liegt vor ihm auf dem Schreibtisch, die Kennzeichnung der Produkte zu gestalten – eventuell als QR-Code mit Informationen vom Betrieb, Schlachthof und Einzelhandel. 

Thomas Fabry und Annika Ahlers machten bei ihrer Tour Halt in mehreren Großstädten.

Was bleibt ansonsten von dieser Tour: „Wir haben sehr viel positives Feedback bekommen in den Gesprächen, die wir mit mehr als 100 Leuten geführt haben.“ Und so sollte es sein: Sich den Fragen der Verbraucher stellen und diese mit in die besuchten Betriebe nehmen. Dort seien die durchaus kritischen Fragen dann auch sehr offen beantwortet worden. Thomas Fabry: „An erster Stelle stand die Kennzeichnung der Produkte.“ Immer weniger glaube der Verbraucher, dass ein Bio-Siegel nur auf ein Bio-Produkt geklebt werde: „Die Zahl der Siegel wird immer größer und unüberschaubarer.“ 

Großes Informationsbedürfnis

Sehr groß sei das Informationsbedürfnis in dieser Sache. Direkt danach werde mehr Aufklärung über die Kaufmöglichkeiten von regionalen Produkten vor Ort gewünscht; an dritter Stelle stehe das Tierwohl. Thomas Fabry: „Die Tierhaltung beschäftigt die Menschen emotional sehr stark.“ 

Eine weitere Tour ist für den Initiator nicht ausgeschlossen: „Es ist aber doch viel Aufwand für das Ehrenamt, sodass noch einmal zehn Tage nicht möglich sind. Aber ein Wochenende für bestimmte Themen wie Gülle und Trockenheit wäre vorstellbar.“ Die Ergebnisse der Deutschlandtour sind unter anderem in Form von acht Videos im Internet unter „Ich-liebe-Landwirtschaft.de“ und „Erklaerbauer.de“ sowie auf den Instagram-Kanälen „erklaerbauer“ und „land.wirt.zukunft“ zu sehen.

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