Derbytrubel am Holloh

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Vor stattlicher Kulisse landeten Robin Vorsmann (am Ball) und der TuS Langenholthausen einen Derbysieg – Matthias Croonen, Jonas Knoop (Nr.5) und die SG Balve/Garbeck leisteten dem designierten Meister aber tapfere Gegenwehr.

GARBECK -  Was zunächst nach einer Debakel-Fortsetzung für die SG Balve/Garbeck aussah, entpuppte sich in der zweiten Halbzeit als spannendes Derby: Die SG kam nach einem 0:3-Rückstand gegen den Tabellenführer aus Langenholthausen noch einmal eindrucksvoll in die Partie zurück. In der Schlussphase schnupperten die Gastgeber sogar am Remis, mussten den Kickern aus dem Nachbardorf aber zum 4:3 (2:0)-Erfolg gratulieren.

Durch die drei Punkte im Lokalduell kann die Droste-Elf am Mittwochabend im Heimspiel gegen den TuS Sundern II die Meisterschaft in der Kreisliga A Arnsberg perfekt machen. Doch nach Vorfreude war dem TuS-Trainer Mario Droste ganz und gar nicht zumute: Direkt nach dem Abpfiff verschwand er stinksauer in der Kabine, da er mit dem Auftritt seiner Mannschaft im zweiten Abschnitt überhaupt nicht zufrieden war. „Wenn ich in die genaue Analyse gehe, wird es beleidigend“, äußerte der Coach. Gewurmt hatte ihn, wie leichtfertig sein Team beim Stande von 3:0 (52.) und der möglichen Chance zum 4:0 (55./Schwartpaul scheiterte aus kurzer Distanz am glänzend reagierenden SG-Torwart Appel) den Sieg beinahe noch aus der Hand gegeben hätte. „Machen wir das 4:0, dann wird es ähnlich deutlich wie beim 8:0 im Hinspiel. So kassieren wir im Gegenzug das 1:3 und bauen Balve mit unseren Fehlern wieder auf“, sagte Trainer Droste. Tino Tammaro verwandelte einen Foulelfmeter (56./Lukas hatte den Schützen zuvor im Strafraum zu Fall gebracht), der bei den Gastgebern Kräfte freisetzte. „Kommt noch einmal, wir packen jetzt an“, ermunterte SG-Spielertrainer Christian Jüngst seine Kicker, die dem Favoriten und designierten Meister nun einen offenen Schlagabtausch lieferten. Die Chance auf eine Wende in der Partie witterten die SG-Kicker, als Karaikovic vom rechten Strafraumeck den Ball mit einem technisch gelungenen Dropkick unter die Latte jagte – 2:3 (70.). In der Folgezeit war der spielerisch gefälligere TuS um Klarheit bemüht, hatte aber nur durch Lemkes Freistoß (75.) die Chance zum Treffer und musste umgekehrt froh sein, dass sich der künftige TuS-Akteur Keklik bei seinem feinen Solo über den halben Platz verzettelte und die besser postierten Karaikovic und Tammaro übersah (77.). Den Anhang des Tabellenführers erleichterte De Luca mit seinem dritten Tagestreffer (83.): Der Torjäger verwertete aus der Drehung eine Wördemann-Vorarbeit. Tammaros Flugkopfball gegen die Laufrichtung von TuS-Torwart Langwald kam zu spät (90. +2). Die abschließende Derbyszene war „Joker“ Kevin Grote vorbehalten, dem das Kunststück gelang, den Ball aus fünf Meter am leeren Tor vorbeizuschieben – diese Szene brachte TuS-Trainer Droste endgültig auf die Palme. Unterm Strich stand aber der Derbysieg.

SG: Appel – Kelch, Knoop, Budde (83. Aytekin) – Croonen, Cetin (33. Karaikovic), Keklik, Levermann (73. Minnelli), Jüngst – Croy, Tammaro

TuS: Langwald – Lukas, Zöller, Bertsch – Lemke, Vorsmann, Wördemann, Bonevski (90.+1 K. Grote), Schwartpaul – De Luca, Deleo (79. Hoyer)

Schiedsrichter: Müller (Arnsberg)

Tore: 0:1 (1.) De Luca, 0:2 (22.) De Luca, 0:3 (52.) Deleo, 1:3 (56./Foulelfmeter) T. Tammaro, 2:3 (70.) Karaikovic, 2:4 (83.) De Luca, 3:4 (90.+2) T. Tammaro

Von Nico Schwarze

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