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Der Weg ist das Ziel: Distanzreiterinnen aus dem MK wollen 160 Kilometer schaffen

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Von: Julius Kolossa

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Freuen sich auf den Start bei der Deutschen Meisterschaft im Distanzreiten auf der 160-Kilometer-Strecke: Tatjana Stammen mit Black Vision und Justina Otto mit Bommel von den Eisborner Freizeitreitern.
Freuen sich auf den Start bei der Deutschen Meisterschaft im Distanzreiten auf der 160-Kilometer-Strecke: Tatjana Stammen mit Black Vision und Justina Otto mit Bommel von den Eisborner Freizeitreitern. © Kolossa, Julius

Der Weg ist das Ziel für Justina Otto und Tatjana Stammen von den Freizeitreitern Eisborn. Dieser ist für die beiden Distanzreiterinnen aus Eisborn auf dem Rücken ihrer Pferde allerdings gleich 160 Kilometer lang.

Wenn sie am frühen Samstagmorgen ab 5 Uhr in Ströhen bei Vechta im niedersächsischen Landkreis Diepholz an der Deutschen Meisterschaft der Distanzreiter in der Königsdisziplin, der 160-Kilometer-Strecke, teilnehmen, setzen beide vor allem auf viele tolle Erlebnisse und weniger auf eine gute Platzierung.

Ihre Pferde haben die beiden Distanzreiterinnen bestens vorbereitet. Justina Otto weiß Bommel, ein 14-jähriges deutsches Reitpony, hoch motiviert, Tatjana Stammen ihre Black Vision, eine 14 Jahre alte Araberstute. „Dabeisein ist alles“, geben die Frauen als ihr Motto aus.

Unterwegs sind fünf Pausen vorgeschrieben

20 Teilnehmer haben insgesamt gemeldet für diese Strecke, bei der fünf Pausen vorgeschrieben sind, um die Belastung für die Tiere nicht zu groß werden zu lassen. „Nach 16 Stunden wird das Ziel geschlossen“, erzählte Tatjana Stammen der Redaktion gemeinsam mit Justina Otto am Reitplatz in Eisborn.

Hier standen noch die letzten Trainingsrunden mir ihren Pferden an, bevor es am Donnerstag mit den Tieren im Anhänger zur Deutschen Meisterschaft geht. Justina Otto nimmt nach 2019 zum zweiten Mal an diesem jährlich stattfindenden Wettbewerb teil, Tatjana Stammen nach 2018 und 2021 zum dritten Mal. Beide Reiterinnen verbuchen ihre bisherigen Teilnahmen als Erfahrungen, aus denen sie lernen konnten, denn Platzierungen haben sie nicht zu verbuchen, vielmehr Abbrüche der Wettbewerbe zugunsten der Pferde.

Neue Streckenverläufe erkunden

„Bommel ist sehr ehrgeizig, man muss ihn immer bremsen“, kennt Justina Otto den Charakter ihres Tieres genau. Ebenso beschreibt Tatjana Stammen ihr Pferd Black Vision. Zu Trainingszwecken ist das Quartett schon bei zahlreichen Wettbewerben über 80 und 120 Kilometer angetreten. Dabei kamen einige Pokale zusammen. „Bei der Deutschen Meisterschaft ist das Schöne, neue Streckenverläufe zu erkunden“, so Justina Otto. „Und einen schönen Tag zu verbringen, wenn man dann auch noch am Ende im Ziel angekommen ist“, fügte Tatjana Stammen hinzu.

Wie auch immer der Wettkampf letztlich ausgehen wird, wenn Otto und Stammen nach den Titelkämpfen mit ihren Pferden wieder zurück auf dem Hof an der Burgstraße 2b, dem Domizil der Eisborner Freizeitreiter sind, werden sie sicherlich viel zu erzählen haben.

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