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Der Gesundheitscampus Balve soll weiter wachsen

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Von: Julius Kolossa

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Der Gesundheitscampus an der Sauerlandstraße: Im leer stehenden ehemaligen Operationssaal soll ein Treffpunkt für Selbsthilfegruppen entstehen.
Der Gesundheitscampus an der Sauerlandstraße: Im leer stehenden ehemaligen Operationssaal soll ein Treffpunkt für Selbsthilfegruppen entstehen. © Kolossa, Julius

Der Balver Gesundheitscampus soll weiter wachsen. Geschäftsführer Ingo Jackschies plant, auf dem Gelände Wohnungen für Personen mit Pflegebedarf und Gruppenräume für Selbsthilfegruppen zu schaffen.

Einen Namen hat sich der Gesundheitscampus Balve an der Sauerlandstraße innerhalb des inzwischen neunjährigen Bestehens längst gemacht. „Die größte Herausforderung waren die ersten drei Jahre nach dem Start“, blickt Ingo Jackschies, Geschäftsführer seit der ersten Stunde, im Gespräch mit der Redaktion zurück.

„Inzwischen geben wir 20 Leistungserbringern wie dem Medizinischen Versorgungszentrum St. Damian, dem Medizinischen Zentrum Hönnetal, dem Medizinischen Versorgungszentrum Nieren- und Diabeteszentrum Menden, aber auch Praxen für Ergotherapie, Krankengymnastik und Naturheilkunde sowie dem Kneipp-Verein, dem Reha-Sport-Verein und auch dem Treffpunkt Demenz ein zu Hause“, so Jackschies. Außerdem sind in dem Gebäude, in dem bis zur Schließung 2012 das St.-Marien-Hospital untergebracht war, auch der MobiDoc Pflegedienst und eine Wohngruppe für Demenz- und Langzeitbeatmungspatienten ansässig.

Campus mit noch mehr Leben füllen

Und Ingo Jackschies hat weiterhin Ideen, wie er „seinen“ Campus mit noch mehr Leben füllen kann. „Im alten, immer noch leer stehenden Operationssaal im ersten Obergeschoss können Räume für Selbsthilfegruppen entstehen – Anfrage von einer Darmreizgruppe, von Krebserkrankten und auch von Eltern, die ihr Kind bei der Geburt verloren haben, liegen mir bereits vor.“

Das ehemalige Schwesternwohnheim: In den oberen Etagen sollen Wohnungen für Menschen mit Pflegebedarf entstehen.
Das ehemalige Schwesternwohnheim: In den oberen Etagen sollen Wohnungen für Menschen mit Pflegebedarf entstehen. © Julius Kolossa

Ab dem ersten Quartal 2022 soll die Raumplanung erfolgen. „Den Platz dafür haben wir auf 100 Quadratmetern.“ Ingo Jackschies unterstützt solche Gesprächsforen: „Sie sind ein wunderbares Element, sich untereinander zu unterstützen und zu stärken.“ Dafür sollen im nächsten Jahr die ersten Weichen gestellt werden. „Und dann wird der Gesundheitscampus im September zehn Jahre; ein Ereignis, das wir auf jeden Fall feiern werden.“

Wohnungen im alten Schwesternwohnheim

Doch bevor die Sektkorken zur Einweihung knallen, ist für den Geschäftsführer noch ein weiteres Projekt in der Planung: „Im alten Schwesternwohnheim, wo sich im Erdgeschoss seit Januar 2017 die Tagespflege des DRK befindet, sollen im Obergeschoss vier bis sechs Wohnungen für Menschen mit Pflegebedarf entstehen, die in einem barrierefreien Umfeld wohnen wollen.“ Als Vermieter wird der Gesundheitscampus auftreten, erste Bauplanungen sollen ab Anfang 2022 erfolgen. Die Realisierung ist auf fünf bis sechs Jahre angesetzt, über die Kosten liegen noch keine Schätzungen vor.

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