Bruno Köck geht nach 30 Jahren

Der „Bauminister“ macht Schluss

Die Fertigstellung des Pfarrheims ist das letzte Projekt von Bruno Köck, hier bei der Feier zur Grundsteinlegung.
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Die Fertigstellung des Pfarrheims ist das letzte Projekt von Bruno Köck, hier bei der Feier zur Grundsteinlegung.

Der „Bauminister“, macht Schluss. So bezeichnet sich Bruno Köck gerne selbst. Allerdings nur noch wenige Monate.

Denn der 69-Jährige, der im Kirchenvorstand der Katholischen Kirchengemeinde St. Blasius Balve für alle Projekte rund ums Thema Bauen zuständig ist, wird im November bei der nächsten Wahl zum Kirchenvorstand nicht mehr antreten.

„Ich bin seit 30 Jahren dabei, jetzt müssen jüngere Leute ran“, sagt Köck im Gespräch mit der Redaktion. 1991 gehörte Köck noch selbst zu den jungen Leuten. „Der damalige Pfarrer Ludwig Kinkel hat mich angesprochen, ob ich mitmachen möchte“, erzählt er. Zu Gute kam ihm dabei sein Beruf als Diplom-Ingenieur Bauwesen. „Mein erstes Projekt war die Planung des Spielplatzes am Kindergarten, mein letztes ist jetzt das neue Pfarrheim“, sagt Köck. Dieses begleitet er noch bis zur Einweihung im Frühjahr. „Aber die zehn Jahre an Planungen dafür, die haben mich graue Haare gekostet.“

Viele Begegnungen und Gespräche

In 30 Jahren fanden sehr viele Begegnungen und Gespräche mit dem Kirchenvorstandsteam unter der Leitung des geschäftsführenden Vorsitzenden Jürgen Känzler statt; Begegnungen und Gespräche, die Köck nicht missen möchte. „Das ist ein tolles Team“, denkt er sehr gerne zurück. „Aber nach einer weiteren Amtszeit wäre ich dann 75 Jahre – es ist jetzt an der Zeit, an den Ruhestand zu denken.“ Denn Bruno Köck weiß: „Im Kirchenvorstand vergeht mit Besprechungen und Fahrten sehr viel Zeit.“

Zeit hat er in den vergangenen drei Jahrzehnten viel investiert – und so viel für die Gemeinde bewegt. Er zählt auf: neben dem Kindergarten-Spielplatz hat er den Bau des Altenpflegeheims mit entworfen, außerdem den Kindergarten mit renoviert, ebenso das Pfarrhaus und das Alte Küsterhaus. „Ich habe mit dafür gesorgt, dass die Bruchsteine im Außenbereich der Kirche erhalten geblieben sind, keine Verkleidung darüber angebracht wurde“, ist er dankbar, dass die St.-Blasius-Kirche sich heute so präsentiert, wie sie ist.

Viel Fachwissen in die Projekte eingebracht

Als Diplom-Ingenieur bringt er viel Fachwissen mit, das er in den Bauprojekten einsetzen konnte und kann. „Mit dem Bau des neuen Pfarrheims haben wir eine richtige Entscheidung getroffen“, stellte er noch bei der verspäteten Grundsteinlegungsfeier vor gut einer Woche fest, als er an das Mikrofon trat, um das Bauprojekt vorzustellen. „Es soll ein Ort der Begegnung werden.“

Langsam bereitet sich „Bauminister“ Köck nun auf seinen Abschied aus dem Kirchenvorstands-Dienst vor. „Langeweile werde ich nicht haben“, erzählt er, wie er seine Freizeit künftig verbringen möchte: „Ich fahre gerne Rad und wandere gerne.“ Darüber hinaus halte sein Grundstück genug Arbeit für ihn bereit.

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