Dennis Jeismann ist der König im oberen Hönnetal

André Hering (links), Vorsitzender der gastgebenden Langenholthausener Jungschützen, steckte dem 1. Jungschützenkönig des oberen Hönnetals den Orden an die Brust. ▪ Jentzsch

LANGENHOLTHAUSEN ▪ Erst vor zwei Wochen ermittelten die Balver Jungschützen zum ersten Mal in ihrer Geschichte einen Jungschützenkönig und hoben Dennis Jeismann auf den Thron.

Als Jeismann am Samstagnachmittag in Langenholthausen beim 1. Jungschützenschießen Oberes Hönnetal mit dem 127. Schuss den Vogel zu Fall brachte, kannte die Freude über die Doppelregentschaft keine Grenzen. Die Balver Jungschützen überschütteten Jeismann mit Bier und Glückwünschen gleichermaßen und trugen ihn anschließend auf den Schultern Richtung Proklamation in die Schützenhalle. Zu den ersten Gratulanten zählte neben Pfarrer Andreas Schulte natürlich auch Balves Bürgermeister Hubertus Mühling.

Es war ein denkwürdiges Schießen auf der Anlage in Langenholthausen, stand doch so viel auf dem Spiel: Ehre und Anerkennung unter den Jungschützen des oberen Hönnetals. Zudem wollte sich doch jeder gern als Erster in das Geschichtsbuch des Schützennachwuchses eintragen. Acht Regenten waren angetreten, die Krone des Tals zu erobern. Aus Mellen, Affeln, Balve, Küntrop, Volkringhausen, Beckum, Langenholthausen und Eisborn reisten sie an und traten, nachdem der Präses der gastgebenden Bruderschaft Andreas Schulte den ersten Schuss in den Aar gesetzt hatte, ans Gewehr.

Lautstark motivierten die Abordnungen ihre Vertreter, gaben Tipps und Ratschläge, versuchten ihren König nach Kräften zu unterstützen. Einen kleinen Heimvorteil schien Niklas Müller zu haben, der die Anlage und den Vogel genau kennt. Es war allerdings dem Affelner König Julian Kellermann vorbehalten, die erste Insignie zu schießen. Kellermann holte sich den Apfel. Müller, der unaufhörlich auf den Befestigungspunkt des Vogels zielte, wähnte sich beim 75. Schuss schon am Ziel, als er den Aar scheinbar teilte. Der halbe Rumpf samt Flügel und Zepter ging zu Boden, der Rest blieb jedoch hängen. „Immerhin habe ich die Hälfte des Vogels“, meinte der König der Gastgeber.

Zäh verlief das weitere Schießen. Der Vogel ließ sich durch weiteren Beschuss kaum beeindrucken – bis Dennis Jeismann antrat. Über 50 Schüssen hatte der Vogel mühelos standgehalten, ehe Jeismann ihn mit dem 127. Versuch endgültig zur Strecke brachte.

Dass Jungschützen richtig feiern können, stellten sie am Samstag eindrucksvoll unter Beweis. Idee der Veranstaltung war es, die verschiedenen Vereine enger zusammenrücken zu lassen. Und das ist eindrucksvoll gelungen. „Das hat Spaß gemacht“, stellte Jeismann im Anschluss an die Proklamation zufrieden fest und freute sich auf eine lange Nacht mit glänzender Stimmung, während die Balver „So sehen Sieger aus“ anstimmten. ▪ Markus Jentzsch

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