„Den Inhalt des Glaubens in eine neue Form bringen“

Als symbolisches Zeichen, dass die Zusammenführung der beiden Pastoralverbünde auf einem guten Weg sei, zündete Pfarrer Andreas Schulte die erste Kerze am Adventskranz an. J

BALVE ▪ „Noch nie gab es so viele Möglichkeiten, aktiv an der Gestaltung der Gemeinde mitzuwirken“, lädt Pfarrer Andreas Schulte schon jetzt zum „Tag des Austausches“ am Samstag, 25. Februar, von 9.30 bis 16 Uhr in die Realschule ein.

Dann werden die Ergebnisse der Steuerungsgruppe und Arbeitskreise vorgestellt, die bei der Sternwallfahrt am Pfingstmontag mit dem Auftakt zur Zusammenführung der beiden Pastoralverbünde „Balver Land“ und „Oberes Hönnetal“ vorgestellt wurden.

„Wir sind auf einem guten Weg“, stellte er beim Pressegespräch gestern im Marienheim fest. Symbolisch steckte er dazu die erste Kerze am Adventskranz in der St. Blasius-Kirche an.

Das Zeitfenster für die Zusammenlegung der beiden Pastoralverbünde ist vom Erzbistum Paderborn vorgegeben: Ab dem Jahre 2013 soll es einen Pastoralen Raum geben. Dessen Struktur werde bis Pfingsten von den Pfarrgemeinderäten und Kirchenvorständen bestimmt. Entschieden werde dann darüber, ob es eine Gesamtpfarrei geben solle, alles bleibe wie bisher, oder aber ein „Kirchspiel-Modell“ mit dem Zusammenschluss einiger Gemeinden favorisiert werde.

Pfarrer Andreas Schulte will möglichst viele Gläubige an diesem Prozess, über den zwar nur die gewählten Mitglieder der beiden Gremien entscheiden dürfen, beteiligen. So soll die Meinung der Gemeindemitglieder in den Umstrukturierungsprozess mit einfließen.

Beim „Tag des Austausches“ soll es deshalb nach der Begrüßung und der Bilanz des bisherigen Prozessverlaufs auch Informationen über die drei möglichen Strukturen sowie den Entwurf eines gemeinsamen Leitbildes geben. Mit einer Andacht endet dieser Tag: „Eingeladen sind alle, die sich in den Gremien, Verbänden, Gruppen unserer Pastoralverbünde engagieren und ganz besonders alle jene, die sich mitsorgen, wie katholisches Leben in der Zukunft bei uns aussieht.“

Grundlage für die Zusammenlegung der Pfarrverbünde seien drei Mangelsituationen: Mangel an Priestern, Mangel an Gläubigen und Mangel an Geld. Der Inhalt des Glaubens müsse daher in eine neue Form gebracht werden, und dafür steht 2012 als Jahr der Zusammenführung, denn im Dezember werden die Kirchenvorstände gewählt; Pfarrgemeinderatswahlen stehen 2013 an. Pfarrer Andreas Schulte sieht sich mit allen Akteuren in einem Boot. „Bewährtes bewahren – Neues bewegen“, lautet das Motto der Arbeit.

„Unsere Kirche hat Zukunft!“, stellt er fest. „Wir haben keine Untergangsstimmung.“ Deshalb stehen in Garbeck die Renovierung des Pfarr- und Jugendheimes, in Blintrop die Gestaltung des Kindergartens und in Affeln die Renovierung des Schieferdaches auf der Agenda.

Genehmigt wurde von der Erzdiözese die Innenrenovierung der St. Blasius-Kirche; der Beginn der Arbeiten ist für den kommenden Januar geplant. „Zukunft“, das sind auch die bis zu 300 ehrenamtlichen Helfer. Für diese findet am Freitag, 13. Januar, ab 19 Uhr in der Schützenhalle Volkringhausen ein Mitarbeiter-Empfang statt. In diesem Rahmen soll Danke gesagt werden für den Einsatz der zahlreichen Helfer. Zudem sollen die Gäste sich dann besser kennen lernen. ▪ jk

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