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Das Dorf möchte eine Begrüßungskultur schaffen: Neu-Beckumer sollen sich wohlfühlen

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Von: Julius Kolossa

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Die Willkommensbroschüre für Neu-Beckumer stellen Ratsherr David Bathe (links) und Ortsvorsteher Georg Wortmann vor.
Die Willkommensbroschüre für Neu-Beckumer stellen Ratsherr David Bathe (links) und Ortsvorsteher Georg Wortmann vor. © Kolossa, Julius

Beckums Ortsvorsteher Georg Wortmann (CDU) hat seinen Worten jetzt Taten folgen lassen. „Wir brauchen eine Begrüßungskultur besonders für die jungen Familien, die bei uns eine neue Heimat gefunden haben“, sagte er vor zwei Jahren nach seinem Amtsantritt.

Am Dienstag wurde das entsprechende Konzept vorgestellt. Es sieht vor, dass demnächst alle ab dem Jahr 2020 neu nach Beckum Gezogenen besucht werden. Dabei kommen die Gäste nicht mit leeren Händen. Wortmann: „Wir haben ein Heft erstellt, in dem alle zehn Vereine unseres Dorfes vorgestellt werden, aber auch die Mandatsträger in der Politik.“ Die Hefte werden zusammen mit Geschenken der Vereine verteilt. „Und dazu gehört eine Tasse von unserem Sportverein oder aber Gutscheine für Eintrittskarten zum Konzert des Musikvereins.“

All dies soll bis Mai bereitliegen, sodass dann die Begrüßungsspaziergänge unternommen werden können. Das „Begrüßungskomitee“ Wortmann (CDU), Ratsherr David Bathe (CDU), die Beckumer Christian Daake, Christian Levermann und den Volkringhausener Claudius Spelsberg hat bereits vor zwei Jahren erste Schritte hin zu einer neuen Willkommenskultur unternommen und neue Ortseingangsschilder entworfen und aufgestellt.

Heimatscheck erhalten

„Für die Gestaltung unserer Begrüßungsmappe, aber auch für unsere neu gestaltete dorfeigene Internetseite haben wir den vom NRW-Heimatministerium zur Verfügung gestellten Heimatscheck in Höhe von 2000 Euro verwendet“, stellte Wortmann das Maßnahmenpaket zur Integration der Neu-Beckumer zusammen mit David Bathe vor. „Diese Menschen sind nach Beckum gezogen, weil es hier noch günstiges Bauland gab, und sie sich ein Leben auf dem Land vorstellen konnten – sie haben alles richtig gemacht.“

Georg Wortmann möchte helfen, nun den nächsten Schritt zu tun. „Wir kommen vorbei, stellen uns und unser Dorf vor und laden ein, Mitglied in unseren Vereinen zu werden und sich gerne auch politisch zu engagieren.“ Es gebe viele Möglichkeiten, sich sozial einzubringen in diesem 1250 Einwohner zählenden Dorf, das am 15. Juli 1285 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Bathe: „Wir weisen in der Broschüre auch auf die Dorfgeschichte hin.“

Bedarf an Bauland ist da

Er weiß aber auch: „Es wird immer schwieriger, Bauland in unserem Dorf zu finden.“ Alle acht Bauplätze am Langenloh sind bereits verkauft und bebaut, sodass jetzt die Nachfrage nach Bestandsimmobilien steige. „Der Bedarf ist da“, so David Bathe. „Allerdings ist die Nachfrage höher als das Angebot.“ Und um die noch vorhandenen Baulücken unter anderem an der Arnsberger Straße oder an der Hinsel zu schließen, sei die Bereitschaft der jeweiligen Eigentümer erforderlich. Ansonsten würden alle Kommunikationswege genutzt, um leer werdende Häuser möglichst schnell verkauft zu bekommen.

Osterfeuer am 17. April

Die nächste Veranstaltung im Dorf, an der alle neuen und alteingesessenen Beckumer teilnehmen können, ist das Abbrennen des Osterfeuers am Sonntag, 17. April, ab 19 Uhr am Osterberg. Ausgerichtet wird die Veranstaltung traditionell vom SuS Beckum und dem Musikverein Beckum.

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