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„Dienstleistungen einkaufen“: Bad im MK fehlt das Personal

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Von: Julius Kolossa

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Das Balver Hallenbad an der „Murmke“ wird neben der Öffentlichkeit auch von vielen Vereinen genutzt. Auf dem Foto sind die Aktiven des Vereins zur Förderung des Tauch- und Wassersports in Balve zu sehen.
Das Balver Hallenbad an der „Murmke“ wird neben der Öffentlichkeit auch von vielen Vereinen genutzt. Auf dem Foto sind die Aktiven des Vereins zur Förderung des Tauch- und Wassersports in Balve zu sehen. © Kolossa, Julius

Dem Hallenbad „Murmke“ in Balve fehlt es an Fachpersonal. Um den Badbetrieb weiterhin so aufrecht erhalten zu können wie bisher, geht man nun neue Wege.

Balve - Die Balver machen sich für ihr Hallenbad beim Fachpersonal auf die Suche nach Kooperationspartnern in den Nachbarstädten, um den öffentlichen Badebetrieb an der „Murmke“ weiterhin wöchentlich von Mittwoch bis Freitag gewährleisten zu können. Diese Entscheidung traf der Ausschuss Ehrenamt, Schule, Digitalisierung, Soziales mehrheitlich bei seiner Sitzung am Mittwochabend in der Garbecker Schützenhalle.

„Wir fahren besser, wenn wir uns diese Dienstleistung einkaufen“, sagte Ausschussvorsitzender Marco Volmer (CDU) am Ende einer Diskussion, bei der auch die Optionen der Einstellung einer Fachkraft bei gleichbleibenden oder erweiterten Öffnungszeiten im Raum standen.

Allerdings, so Michael Bathe, Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters: „Die Öffnungszeiten auszuweiten ist nicht so einfach, da neben dem Schulschwimmen auch Vereine wie Reha-Sport, Tauchschule und Schwimmverein sowie am Sonntag die Feuerwehr für die Ausbildung der Strömungsretter unser Hallenbad in Anspruch nehmen.“

Die Attraktivität des Bades mit weiteren Stunden für die Öffentlichkeit zu steigern, sei also schwer. „Vor 2020 kamen jährlich um die 3000 Besucher“, wies Bathe auf entsprechende Resonanz hin, die während der Corona-Pandemie allerdings abnahm: 2020 fiel die Zahl auf 1400, 2021 auf 500 Besucher.

Die jetzt getroffene Entscheidung, Fachpersonal aus anderen Städten zu gewinnen, erfolgte, um den öffentlichen Badebetrieb im Balver Hallenbad auch bei Ausfall der stadteigenen Fachkraft sicherstellen zu können. Dies war bekanntlich zuletzt der Fall. So musste das Bad für die Öffentlichkeit zunächst komplett geschlossen bleiben und anschließend nur ohne das Angebot des Frühschwimmens wieder geöffnet werden.

In der nächsten Ausschusssitzung im Juni soll ein Sachstandsbericht erfolgen, ob die Kooperationsanfrage in den Nachbarstädten Erfolg hatte. Um überhaupt wieder einen öffentlichen Badebetrieb anbieten zu können, war die Stadt zuletzt bereits eine vorübergehende Kooperation im Personalbereich mit den Altenaer Stadtwerken eingegangen. Diese verfügen über freie Kapazitäten, weil das Hallenbad seit der Juli-Flut ein wirtschaftlicher Totalschaden und geschlossen ist.

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