Daniel Eichhoff regiert die St. Hubertus-Schützen

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Daniel Eichhoff hat den Königsadler mit dem 57. Schuss aus luftiger Höhe geholt. Der 32-Jährige regiert das Volkringhausener Schützenvolk mit seiner Ehefrau Mareike.

Volkringhausen -  Einen „aufregenden Morgen“, so Stephan Neuhaus, Brudermeister der St. Hubertus-Schützenbruderschaft, erlebten am Montag die Teilnehmer am letzten Schützenfesttag in Volkringhausen. Überschattet von dem Unfall wurde das Vogelschießen nach mehr als einer Stunde fortgesetzt. Um 11.43 Uhr stand Daniel Eichhoff (32 Jahre alt, promovierter Elektroingenieur) nach 57 Schuss als neuer König fest.

Von Julius Kolossa

Eichhoff schoss den Rumpf mit samt dem linkem Flügel ab – dabei leistete ihm sein Bruder Stefan Schützenhilfe. Den Apfel holte sich Oberst Detlef Reuß mit dem siebten Schuss, das Zepter geht an Bernd Eichhoff (neunter Schuss). Vizekönig ist Jörg Bösterling (35. Schuss). Dass Daniel Eichhoff es mit dem Schießen um die Königswürde ernst meinte, das stellte er mit dem 47. Schuss unter Beweis: der rechte Flügel fiel.

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Danach wurde es allerdings zunächst ruhig unter der Vogelstange, da sich auf der benachbarten Wiese das Unglück ereignet hatte.

Als der Vorstand der Schützenbruderschaft dann entschieden hatte, das Schießen fortzusetzen, suchte Daniel Eichhoff zunächst das Gespräch mit den bis dahin sichtlich geschockten Jungschützen.

Erst als diese Verständnis signalisierten, stellte sich der Königsanwärter mit seinem Bruder wieder ans Gewehr. Und so dauerte es nach dem erneuten Start des Schießens um 11.42 Uhr nur noch kurze Zeit, bis der Vogel fiel.

Groß war der Jubel beim neuen Regenten, der mit seiner Frau und Königin Mareike (30, Physiotherapeutin) und Töchterchen Carla-Maria (eineinhalb Jahre) in Aachen wohnt.

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Volkringhausen feiert Schützenfest

In den vergangenen Jahren hatte er bereits mitgeschossen, diesmal allerdings erstmals ernsthaft. „Vielen Dank für den tollen Einzug. Es ist einfach nur schön“, sagte er nach der Proklamation in der Halle. „Wir freuen uns auf ein tolles Jahr.“ Mit Freunden und Bekannten im Hofstaat startete der Festzug am Nachmittag am Elternhaus des Königs an der Glashütte.

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