Geistlicher aus Uganda

Dr. Cosmas Alule: Im 23. Jahr die Urlaubsvertretung

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Dr. Cosmas Alule hilft auch in diesem Sommer wieder im Pastoralverbund Balve-Hönnetal aus. Anfang September soll es zurück nach Uganda gehen.

Garbeck – Im 23. Jahr ist Monsignore Dr. Cosmas Alule aus Uganda in den Sommerferien im Pastoralverbund Balve-Hönnetal als Urlaubsvertretung für die Geistlichen tätig.

Das Jahr 2020 wird ihm dabei aber besonders in Erinnerung bleiben, denn wenn er am 27. August wieder aus der Hönnestadt abreist, weiß er derzeit noch nicht, ob der Flughafen in seiner ugandischen Heimat dann wieder geöffnet hat. 

„Noch ist wegen der Corona-Pandemie der Flughafen zu“, sagte Alule im Gespräch mit der Redaktion. Gebucht hat er den Rückflug für den 2. September: „Die Zeit vom 27. August bis dahin verbringe ich bei einer befreundeten Familie in Oberursel.“ Sollte bis dahin der Flugverkehr immer noch nicht möglich sein, dann gewähren ihm Ordensschwestern von St. Hildegard in Rüdesheim Unterkunft. Bei den 48 Schwestern war er schon bei seiner Ankunft in Deutschland im März zu Gast. „Ich darf bei ihnen bleiben, so lange der Lockdown in Uganda dauert.“ 

1998 erstmals im Hönnetal

In Garbeck lebt Alule bei der Gastfamilie Klüter. „Hier wohne ich schon seit zehn Jahren und fühle mich sehr gut aufgehoben“, sagt der Geistliche. Er weiß noch, wie Pastor Theo Kramer (†) ihn 1998 ins Hönnetal holte. „Damals war ich noch Doktorand.“ Die anfängliche Unsicherheit im Umgang mit den Sauerländern ist längst gewichen, viele Freundschaften sind entstanden. „Es war aber auch interessant, die Entwicklung von Garbeck als selbstständiger Pfarrgemeinde bis hin zu einem Teil des Pastoralverbundes mitzuverfolgen“, blickt Alule zurück. 

Noch einprägsamer aber bleibt Alule im Gedächtnis, wie die Corona-Pandemie die Gesellschaft und damit auch das Feiern der Gottesdienste verändert. „Es gibt sehr viele Vorschriften – aber Deutschland hat diese Pandemie gut im Griff.“ Es sei gelungen, dieses Virus unter Kontrolle zu halten, ohne dass die Zahl der Toten in die Höhe schnellt. „Regierung, Länder und das Gesundheitswesen machen eine sehr gute Arbeit“, findet Alule. Corona gebe es natürlich auch in Uganda, erzählt er: „Das Virus breitet sich bislang aber nicht so stark aus wie in Deutschland.“ Etwa 2000 Infizierte seien in seiner Heimat mit 42 Millionen Einwohnern nach den neuesten Zahlen registriert, fünf Tote gebe es bisher. „Seit den 20. März haben wir den Lockdown, inzwischen wurde erst teilweise wieder gelockert.“ Nach wie vor zu seien Schulen, Kirchen und die Grenzen. 

Rückkehr in die Heimat steht bevor

Mittlerweile freut sich Alule auf die Rückkehr in die Heimat, in der für ihn ein neuer beruflicher Lebensweg beginnt: „Nach 13 Jahren als Leiter des Priesterseminars bin ich jetzt Pfarrer der neu gegründeten St.-Lukas-Gemeinde in meiner Heimatdiözese Arua im Nordwesten Ugandas.“ Und damit einher geht sein neuestes Projekt für die 15 000 Mitglieder seiner Gemeinde: „Wir bauen dort gemeinsam eine Kirche.“ Vor Ort würden bereits die Ziegel hergestellt. 

Und dann gibt es noch die Krankenstation in Ocodri, die mit Spendengeldern des Ungandakreises der Kolpingsfamilie Garbeck renoviert werden konnte. Hier liegt Alule der Bau einer Entbindungsstation am Herzen liegt. „Bei alldem bin ich auf die Hilfe der Menschen angewiesen“, sieht er sich dabei als Vermittler.

Wer die Arbeit des Ugandakreises unterstützen möchte, kann diese mit einer Spende auf das Konto der Kolpingsfamilie Garbeck – Ugandakreis – bei der Vereinigten Sparkasse im Märkischen Kreis tun: DE31 4585 1020 0091 0221 29 (IBAN), BIC: WELADED1PLB, Stichwort: „Spenden für Msgr. Cosmas Alule“.

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