Präsenzpflicht aufgehoben

Viel Arbeit an den Schulen in der letzten Woche vor den Ferien

Nach dem ersten Lockdown im Frühjahr ist nun erneut Homeschooling angesagt.
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Nach dem ersten Lockdown im Frühjahr ist nun erneut Homeschooling angesagt.

Viele Lehrer der Realschule und auch der Grundschulen im Balver Stadtgebiet haben ein Wochenende hinter sich, an dem sie fast durchgearbeitet haben.

Nachdem die Landesregierung am Freitagnachmittag in einer Hau-Ruck-Aktion und ohne Ankündigungen für die Schulen die Präsenzpflicht für die Schüler ab dieser Woche aufgehoben hatte, galt es über die Durchführung von Klassenarbeiten zu entscheiden und den Unterricht in den Einrichtungen, aber auch für die Schüler daheim zu organisieren.

„Bei uns ist Anwesenheitspflicht bei den Arbeiten, die für die Schüler in dieser Woche noch zu schreiben sind“, berichtete am Montag die Realschulleiterin Nina Fröhling im Gespräch mit der Redaktion. Ihr lagen bereits viele Meldungen von Eltern für den Distanzunterricht zuhause vor, sodass die Realschule im Verlauf dieser Woche nach und nach immer leerer werde. „Wenn die wichtigen Klassenarbeiten geschrieben wurden, gehen die Kinder nach Hause.“

Ab Donnerstag gibt es nur noch eine Betreuung

Für den Distanzunterricht wurden am Montag die letzten Materialien ausgegeben – für die Lehrer ändert sich in der letzten Unterrichtswoche vor den Weihnachtsferien die Arbeitsweise grundlegend, denn die Schüler der Jahrgangsstufen fünf bis sieben, die noch zur Schule kommen, werden in kleine Gruppen aufgeteilt. Am Donnerstag und Freitag soll dann nur noch eine Betreuung angeboten. „Für uns gibt es noch keine Ferien.“

So sehen es auch Birgit Heckmann von der Balver Grundschule und ihre Kollegin Petra Köhler aus Beckum. „Es ist alles herausfordernd neu“, umschrieb die Beckumer Schulleiterin die Situation. 55 der 100 Schüler waren am Montag erschienen. Für diese und ihre Mitschüler, die zu Hause geblieben waren, gab es Arbeitspläne. „Die Kinder werden sich jetzt nach und nach von der Schule verabschieden, dann auf Distanz unterrichtet.“

Muss der Unterricht so auch im Januar wieder aufgenommen werden

Die Eltern seien am Wochenende informiert worden, dass auch zu Hause die Hausaufgaben sowie die Arbeitsblätter durchzuarbeiten seien. „Ich rechne damit, dass wir auf diese Weise auch den Unterricht ab dem 10. Januar fortsetzen werden“, blickte Petra Köhler nach vorne. Wie dann die auf das nächste Jahr verschobenen Klassenarbeiten geschrieben werden können, müsse noch ausgearbeitet werden.

Auch in der Balver Grundschule bleiben für Birgit Heckmann noch Fragen offen. „Wir müssen uns auf viel Neues einstellen“, momentan sind die Klassenlehrer und nicht die Fachlehrer den ganzen Tag in den Klassen. 75 von 188 Schülern waren am Montag gekommen. Neben den Mädchen und Jungen, die von ihren Eltern für den Präsenzunterricht abgemeldet worden waren, fehlte nach wie vor noch eine Klasse, die wegen eines Corona-Falls in Quarantäne ist. „Im Laufe der Woche werden wahrscheinlich nur noch 30 Kinder in unseren Klassen unterrichtet“, sagte Heckmann.

Hausaufgaben und Lernpakete

Aber ob in der Schule oder am heimischen Schreibtisch, es gelte: „Die Kinder haben ihre Hausaufgaben und Lernpakete durchzuarbeiten.“ Auch im nächsten Jahr sei damit zu rechnen, dass Lernen mit Arbeitsmaterialien von zu Hause aus vorgenommen werden muss.

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