Arbeiten statt Urlaub

Coronavirus im MK: Dieser Hotelier macht ein besonderes Angebot

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Im Hotel „Zum Drosten“ am Mühlenweg in Balve können Interessierte ab sofort Hotelzimmer als Arbeitsplatz buchen.

Balve – Für Arbeitnehmer, die in diesen Tagen neue Erfahrungen im Homeoffice sammeln, dort aber keine Ruhe zum Arbeiten finden, hat das Hotel „Zum Drosten“ in Balve ein neues Angebot geschaffen.

Die Hotelzimmer können ab sofort tagsüber für das Arbeiten angemietet werden – wahlweise für vier oder für neun Stunden. Falls gewünscht, stellt Betreiber Klaus Heringhaus die Rechnungen auch auf den Arbeitgeber aus. 

Mit dem neuen Angebot setzt er nicht nur eine Idee um, die seine Tochter aus dem Münsterland nach Balve brachte, sondern reagiert auch darauf, dass momentan keine Touristen und Freizeitgäste in den Zimmern des Hotels unterkommen dürfen. Grund dafür ist das Coronavirus. Auch die Küche muss kalt bleiben. Beides ist für Arbeitende, die zu Hause oft abgelenkt werden und daher eine Alternative suchen, aber wohl eher nebensächlich. 

Heringhaus: "Optimale Voraussetzungen"

Für die Zeiträume von 8 bis 12 Uhr, von 13 bis 17 Uhr sowie von 8 bis 17 Uhr können die sechs Zimmer gemietet werden. Klaus Heringhaus spricht von „optimalen Voraussetzungen“, die die Räume zum Arbeiten bieten. Alle sechs Zimmer haben ein eigenes Bad, einen Schreibtisch und sind mit W-Lan ausgestattet. „Das ist hervorragend, um tagsüber ungestört und in Ruhe zu arbeiten“, sagt der Betreiber. 

Die Hygienevorschriften sollen dabei in der aktuellen Situation mehr denn je berücksichtigt werden. Nach jedem Gast werde das Zimmer desinfiziert, betont Heringhaus. „Wem beim Arbeiten zu Hause die Decke auf den Kopf fällt oder wem die Familie auf den Füßen herumtrampelt, der ist herzlich willkommen“, sagt er. Mieten könne man das Zimmer nach telefonischer Rücksprache. Bisher habe es aber noch keine Anfragen gegeben. Klaus Heringhaus hofft natürlich darauf, dass sich das in den nächsten Tagen ändert. 

Coronavirus in Balve: Rechnung kann flexibel ausgestellt werden

Je nach dem wie sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber bei der Finanzierungsfrage einigen, kann er die Rechnung flexibel ausstellen: entweder auf eine Privatperson oder auf ein Unternehmen. Die Mietkosten liegen zwischen 25 Euro (halbtags) und 40 Euro (ganztags). Eine Pflicht für den Arbeitgeber, die Kosten zu tragen, besteht wohl nicht. 

Die Frage danach, ob der Mietpreis für ein Hotelzimmer als Homeoffice-Arbeitsplatz steuerlich geltend gemacht werden kann, sei nicht pauschal zu beantworten, wie das Finanzamt Altena auf Anfrage der Redaktion mitteilt. Vielmehr handele es sich dabei immer um eine Einzelfallentscheidung. Ob es eine eindeutige Regelung gebe, sei generell fraglich, weil Fragen rund um das Thema Homeoffice bisher nicht oft aufkamen.

Mehr zum Coronavirus und den Auswirkungen auf die Region lesen Sie hier im MK-Liveticker.

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