Museum ab sofort wieder geöffnet

Saisonstart in der Luisenhütte: Besucher auf Spurensuche

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Hartmut und Kati Rogalla aus Ahlen waren am Dienstag die ersten Besucher in der Luisenhütte. Sie hatten sich gleich am ersten Öffnungstag aus dem Münsterland auf den weiten Weg gemacht, um mehr über ihre Familiengeschichte zu erfahren.

Wocklum – Aus Ahlen im Münsterland kamen die ersten Besucher am Dienstag zur Saisoneröffnung der Luisenhütte und dem Museum für Vor- und Frühgeschichte.

Hartmut und Kati Rogalla hatten nicht nur viel Interesse mitgebracht, sondern auch ein Anliegen, wie sie im Gespräch mit der Redaktion erzählten: „Wir wollten den Ort sehen, wo unsere Ofenplatte gegossen wurde.“ 

Im Eigentum ihrer Familie befinde sich eine gusseiserne Platte, auf der ein Pferd über eine Stadt springt, erzählten sie. Erste Informationen über die damit verbundene Geschichte hätten sie vom Landschaftverband Westfalen-Lippe erhalten. Die Experten dort konnten die Gusseisenplatte auf das Jahr 1754 datieren. Und die Information, dass diese Platte in Wocklum gegossen wurde, half den Rogallas ebenfalls weiter. 

Museumsleiterin beantwortet Fragen

Im Internet informierten sie sich vorab über die Luisenhütte, sodass sie gleich am Dienstag die Gelegenheit nutzten, am ersten Tag der Saison in Wocklum die „Hütte“ selbst zum ersten Mal zu sehen. 

In der Luisenhütte empfingen Museumstechniker Andreas Gerstendorf und Aufsicht Gudrun Grabowski die Besucher.

Museumsleiterin Ulrike Knips stand in ihrer Doppelfunktion als Stadtarchivarin gerne zur Seite, um die hinter dem springenden Pferd steckenden Fragen eventuell beantworten zu können. „Über welche Stadt springt dieses Pferd, und welcher Sinn steckte dahinter?“, wollte Hartmut Rogalla wissen. Ulrike Knips versprach, weitere Recherchen anzustellen und sich mit den Ergebnissen schnellstmöglich an die Rogallas zu wenden. 

Coronavirus in Balve: Museum dennoch geöffnet

Sonst aber blieb es ruhig an diesem Dienstag in dieser Museumsinsel in Wocklum. Der meiste Betrieb herrschte vor dem Spielplatz Kleine Luise, wo im Auftrag des Märkischen Kreises eine neue Tischgruppe angelegt wird, die auch barrierefrei zu erreichen ist. Es blieb meist bei Spaziergängern, die direkt den Wanderweg neben der Luisenhütte in den Balver Wald einschlugen – Gudrun Gabrowski als Aufsicht und die Museumstechniker Andreas Gerstendorf und Ralf Jellema hatten wenig zu tun. 

Im Museum für Vor- und Frühgeschichte sollen die Besucher den Dinospuren folgen, die Ulrike Knips auf den Boden geklebt hat.

„Aber wir sind vorbereitet“, stellte Gerstendorf fest: „Die Luisenhütte ist für Interessierte offen, kann besichtigt werden.“ Wenige Meter weiter im Museum für Vor- und Frühgeschichte heißt es: „Folgen Sie den Dinosaurierspuren.“ Diese Wegweiser hatte Ulrike Knips aufgeklebt, um Besucher durch „ihr“ Haus zu leiten. 

Eine Reise in die Erd- und Menschheitsgeschichte

Hier kann eine Reise in die abwechslungsreiche Erd- und Menschheitsgeschichte gemacht werden. Die Zeitreise nimmt die Besucher mit in das Südseeleben vor 400 Millionen Jahren, als Balve im Meer lag, aber auch ins Saurierland im Sauerland und zu den frühen Spuren der Menschheit.

Mehr zum Coronavirus und den Auswirkungen auf die Region lesen Sie hier im MK-Liveticker.

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