Großes Reitturnier

Trotz Coronavirus: Balve Optimum und Landpartie sollen stattfinden

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Die herbstliche Landpartie rund um das Schloss Wocklum soll stattfinden.

Die Hoffnung ist groß, dass das Balve Optimum trotz der Corona-Krise stattfinden wird.

Balve/Wocklum - Während nach und nach damit begonnen wird, Events für das Jahr 2020 abzuhaken, nachdem sich Bund und Länder darauf geeinigt haben, Großveranstaltungen mit Ausnahme strenger Auflagen bis Ende Oktober zu verbieten, ist der Reiterverein Balve nach wie vor zuversichtlich, das auf den 17. bis 20. September verschobene Optimum ausrichten zu können.

„Wir werden nicht absagen“, erklärte der Zweite Vorsitzende Matthias Camminady im Gespräch mit der Redaktion. Vielmehr werde kurzfristig das Gespräch mit den Behörden gesucht, um gemeinsam eine Lösung für die Durchführung zu finden. „Unsere Vorbereitungen laufen daraufhin, dass wir ein Hygienekonzept erarbeiten, mit dem wir alle Vereinbarungen einhalten werden.“

Und: „Wir wollen gemeinsam eine saubere Lösung erarbeiten, die gesundheitlich vertretbar ist.“ Besucher müssen in jedem Fall namentlich erfasst werden, damit eine Kontaktverfolgung im Fall einer Corona-Infektion möglich ist. Auch der Mindestabstand von eineinhalb Metern soll möglichst eingehalten werden. 

Und auch die herbstliche Landpartie vom 3. bis 6. Oktober rund um das Schloss Wocklum, „findet aus jetziger Sicht planmäßig statt“, sagte Veranstalter Rainer Timpe auf Anfrage. „Diese Veranstaltung gilt als Spezialmarkt und damit auch als genehmigungsfähig.“ Sie findet statt mit vorgegebenem Parcours, unter Einhaltung des Mindestabstandes und dem Tragen von Schutzmasken nach den geltenden Bestimmungen an Essensständen und beim Betreten von Pavillons. 

Coronavirus in Balve: Festspielverein sagt Konzert wohl ab

Wenige Fragezeichen, dafür den Hinweis „Absage“ sieht Lukas Koch, Vorsitzender des Festpielvereins Balver Höhle, hinter dem Auftritt der Band „Versengold“ am 26. September im Felsendom. „Wir werden noch mit der Agentur sprechen, ob die Auflagen angepasst werden können, aber dann sind unsere Chancen sehr gering, unsere in diesem Jahr einzig noch verbliebene Veranstaltung wirtschaftlich ablaufen lassen zu können“, sagte Koch auf Anfrage. 

Weil unter den Besuchern der Mindestabstand eingehalten werden muss, können die für einen wirtschaftlichen Erfolg erforderlichen 1500 Karten nicht verkauft werden. Schwierig sei es, mit 1000 Karten zu kalkulieren, und darunter sei eine Veranstaltung nicht machbar. „Wir haben 2020 für uns schon abgeschlossen, blicken auf 2021, in dem wir das Musical Jim Knopf aufführen werden“, skizzierte Koch noch einmal die problematische Situation des Vereins, der durch fehlende Einnahmen auch in wirtschaftliche Schieflage geraten ist. 

Große Unterstützung durch die Balver

„Die Akzeptanz und das Verständnis dafür ist sehr groß“, sagte Koch. Groß sei deshalb auch die Unterstützung der Balver gewesen: Um den Fortbestand des Vereins zu gewährleisten spendete die Bürgerstiftung 13.000 Euro, weitere 6600 Euro an Spenden kamen von Privatleuten, aber auch Unternehmen zusammen. „Damit hätten wir nicht gerechnet“, sagte der Vorsitzende. 

Nach wie vor bleibe der Verkauf von „Geistertickets“ als besondere Form der Förderung hinter den Erwartungen zurück: „Bisher haben wir davon erst unter 100 Stück verkauft.“ Ein Problem für den Festspielverein. Denn: „Für dieses Jahr müssen wir 50 000 Euro an Versicherungen, Zinsen und Mieten zahlen.“ Einnahmen durch eigene Veranstaltungen werden nicht mehr erzielt. 

Kammertheater in der Schützenhalle?

Doch Vorsitzender Lukas Koch stellt noch eine Option in Aussicht: „Wir wollen das Vier-Personen-Stück ,Der Gott des Gemetzels’ als Kammertheater in der Realschul-Aula oder aber in einer Schützenhalle stattfinden lassen, wenn alle Schauspieler damit einverstanden sind.“

Mehr zum Coronavirus und den Auswirkungen auf die Region lesen Sie hier im MK-Liveticker.

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