Bundesverdienstkreuz in Balve überraschend nun doch verliehen

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Ehrung mit Sicherheitsabstand: (von links) Werner und Mechthild Ahrens bekamen am Mittwochnachmittag Besuch von Landrat Thomas Gemke.

Balve – Überraschende Wende: Der langjährige Heimwacht-Vorsitzende Werner Ahrens war Anfang dieser Woche noch davon ausgegangen, coronabedingt vorerst nicht mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet zu werden. Nun fand die Verleihung durch Landrat Thomas Gemke (CDU) am Mittwoch  doch am ursprünglich geplanten Termin statt.

Jetzt fand die Verleihung durch Landrat Thomas Gemke (CDU) am Mittwoch nun doch am ursprünglich geplanten Termin statt.

„Wir haben uns kurzfristig entschieden, die Verleihung in einem ganz kleinen Rahmen durchzuführen“, sagte Gemke. Statt der eigentlich geplanten Feierstunden im Rathaus und in der Sebastianklause, ging die Sache im häuslichen Rahmen über die Bühne. Neben Landrat Gemke und Werner Ahrens war nur noch dessen Frau Mechthild Ahrens dabei. 

"Außergewöhnliches Engagement"

„Auszeichnungen in dieser Ordensstufe sind heute übrigens sehr selten geworden“, gratulierte Gemke dem 83-Jährigen. Meist werde die unterste Ordensstufe „Verdienstmedaille“ verliehen. „Es ist daher eine Anerkennung für langjähriges und außergewöhnliches Engagement“, so Gemke. 

Auch im Namen von Ministerpräsident Armin Laschet und Regierungspräsident Hans-Josef Vogel dankte Gemke Werner Ahrens für dessen „jahrzehntelanges Engagement im kulturellen und heimatgeschichtlichen Bereich“. 

Coronavirus in Balve: Dennoch Freude über die Auszeichnung

Auch wenn die große Feier nun ausfallen musste, freute sich der Heimwacht-Ehrenvorsitzende sehr über die Auszeichnung: „Ich kann mich dafür nur bedanken. Das Bundesverdienstkreuz zu bekommen, ist eine Ehre für mich.“ 

Gemke würdigte das Engagement des Ausgezeichneten in der Heimwacht, als Lokalpolitiker, im Sauerländer Heimatbund, im Heimatbund Märkischer Kreis und weiteren Vereinen und Institutionen wie dem Förderverein Luisenhütte und dem Pfarrgemeinderat St. Blasius. Auf auf das Wirken des 83-Jährigen als Autor vieler Bücher und Broschüren über Kunst, Kultur, Geschichte und Geschichten in der Hönnestadt ging der Landrat ein. Besonders hervor hob Gemke, dass Ahrens als „Vater“ des Balver Mammuts ein „identitätsstiftendes Wahrzeichen vieler Balver Einrichtungen geschaffen“ habe. 

Verdienstteller der Stadt bereits 2017 bekommen

2017 hatte Ahrens für seine Verdienste um Balve bereits den Ehrenteller der Stadt erhalten, am Mittwoch folgte der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland. In seiner Rede erinnerte Gemke an die Worte von Peter Glasmacher, der Ahrens jüngst nach 25 Jahren als Vorsitzender des Vereins Heimwacht Balve abgelöst hatte: „Werner Ahrens lebt die Balver Heimatgeschichte. Unermüdlich setzt er sich gegen das Vergessen ein und hat mit Blick auf sein mehr als 50-jähriges Wirken in all den Jahren des Umbruchs, des Werteverfalls und einer zunehmenden Orientierungslosigkeit immer wieder Akzente der Beständigkeit und des Halts gesetzt, in dem es ihm und der Heimwacht gelungen ist, mit der historischen Sicht der Dinge die tagesaktuelle Aufgeregtheit zu relativieren.“ 

Der Landrat nannte Ahrens zudem ein „Vorbild für uns alle“ und beendete seine Rede mit einigen persönlichen Worten an den Ausgezeichneten: „Du darfst mit berechtigtem Stolz auf das blicken, was Du für uns alle hier in Balve und weit darüber hinaus geleistet hast.“

Mehr zum Coronavirus und den Auswirkungen auf die Region lesen Sie hier im MK-Liveticker.

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