Schutzmaßnahmen erforderlich

Coronavirus: So bereitet die Grundschule Balve den Neustart vor

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Wie funktioniert Grundschule in Zeiten von Corona? Dies erklärten (von rechts) Birgit Heckmann, Leiterin der Grundschule Balve, und Michael Bathe, Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, den Mitgliedern des CDU-Stadtverbandes.

Balve – „Wir wollen endlich unsere Kinder wiedersehen“, sagt Birgit Heckmann. Die Leiterin der Balver Grundschule freut sich auf den 4. Mai, wenn die 38 Balver Viertklässler nach dann sieben Wochen Corona-Zwangspause erstmals wieder in die Schule dürfen.

Allerdings ist auch dann an einen normalen Unterricht nicht zu denken. Coronabedingt sind viele Schutzmaßnahmen erforderlich. Wie die Schulverantwortlichen sich bestmöglich auf den Neustart vorbereiten, erläuterten sie am Montag zusammen mit Michael Bathe von der Stadt Balve als Schulträger dem CDU-Stadtverband. Die Lokalpolitiker schauten sich in der Schule um. 

So werden die Mädchen und Jungen in vier Lerngruppen eingeteilt; jedes Kind hat seinen Platz mit seiner festen Lernmaterialkiste. „Die Kinder freuen sich, wieder in die Schule gehen zu dürfen“, erzählt Heckmann, was ihr Eltern in Gesprächen berichteten. „Allerdings werden wir die Erwartungshaltung mindern müssen.“ 

Coronavirus in Balve: Maskenpflicht im Schulbus

Denn es gilt Hygienestandards einzuhalten, für die Fahrschüler sind Masken im Schulbus Pflicht. Eine Maskenpflicht im Unterricht wird es bis zu einer entsprechenden Anordnung allerdings nicht geben. Wer in der Pause eine Maske tragen möchte, dürfe dies natürlich tun, sagte Heckmann, die die Viertklässler schnell sensibilisieren möchte, möglichst alle Vorgaben gewissenhaft einzuhalten. 

Unterrichtet wird jeweils von der ersten bis zur vierten Stunde. Und dies in den Kernfächern Deutsch, Mathematik, Sachunterricht und Englisch. Weitere Fächer wie Sport, Kunst und Musik seien vorerst nicht möglich. „Zwei Lehrerinnen gehören zur Risikogruppe, stehen uns damit nicht zur Verfügung, so dass noch elf Lehrerinnen unterrichten können.“ 

Klare Vorgaben

Jedes Kind an einem Tisch, zwei Meter Abstand bis zum Nebenmann, und an der Tafel steht die Lehrerin, die allein für die Wissensvermittlung sorgen muss, Gruppenarbeit ist nicht mehr erlaubt – so lauten die sehr klaren Anweisungen. „Für Kinder und Lehrer ist dies absolutes Neuland. Wir werden dabei räumlich und personell an unsere Grenzen stoßen“, glaubt Heckmann. Sie vertraut darauf, dass sich der Unterricht „einspielen“ wird und die Abstandsregeln eingehalten werden. 

Gelingt dies, wartet Heckmann auf den nächsten Schritt beim Neustart: die Rückkehr der Drittklässler in den Unterricht. „Ich hoffe, dass diese Mädchen und Jungen ab Ende Mai wieder bei uns unterrichtet werden können.“ Wann anschließend die beiden jüngsten Jahrgänge folgen, bleibe abzuwarten. Gute Noten vergab Heckmann an die Stadt als Schulträger. Stets sorge diese für „richtig gute Bedingungen“ an dieser Grundschule, dies auch mit der Umsetzung der Hygienepläne: „Ich habe keine Sorgen, Ängste und Nöte – ich bin zu 100 Prozent beruhigt.“ 

Schon 75.000 Euro investiert

Insgesamt seien in diesem Jahr bereits 75 000 Euro investiert worden, wie Michael Bathe, Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, im Rahmen des Ortstermins erläuterte. 

Dies für neue Urinale im Jungen-WC, aber auch für Sonnenschutz vor jedem Fenster, einen neuen Handlauf an der Treppe, eine neue Fluchttür, eine Außentreppe und den Umbau der bisherigen Mietwohnung in dem Schulgebäude in Räume für die Offene Ganztagsbetreuung. 90 der 170 Grundschüler nutzen dieses Angebot während der Schulzeit von 11.20 bis 16.30 Uhr. 

Finale vorbereitende Arbeiten

Hausmeisterin Nina Trüller wird die noch schülerfreie Zeit in dieser Woche nutzen, um finale vorbereitende Arbeiten zu erledigen. So müssen unter anderem noch Abstandsmarkierungen auf dem Schulhof aufgezeichnet werden.

Mehr zum Coronavirus und den Auswirkungen auf die Region lesen Sie hier im MK-Liveticker.

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