Corona-Impfung

Coronavirus: Ab 6. Januar wird in Balve geimpft

Im Kampf gegen das Coronavirus wird ab 6. Januar im Altenpflegeheim St. Johannes geimpft. Diese Aufgabe übernehmen die Balver Ärzte Paul Stüeken und dessen Sohn Dr. Paul Stüeken.
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Im Kampf gegen das Coronavirus wird ab 6. Januar im Altenpflegeheim St. Johannes geimpft. Diese Aufgabe übernehmen die Balver Ärzte Paul Stüeken und dessen Sohn Dr. Paul Stüeken.

Nachdem am zweiten Weihnachtstag in einem Iserlohner Seniorenheim die erste Frau im Märkischen Kreis mit dem Corona-Impfstoff geimpft worden ist, soll nun auch bald in Balve erstmals das Vakzin gegen Sars-Cov-2 verabreicht werden. Der Termin steht fest, und auch, dass zwei Balver Ärzte den Impfstoff spritzen werden.

Balve – In der ersten Woche des neuen Jahres wird in Balve geimpft: Wie Franz-Josef Rademacher, Leiter des Altenpflegeheims St. Johannes, auf Anfrage der Redaktion sagte, soll am Mittwoch, 6. Januar, ein mobiles Team in die Einrichtung kommen, um Bewohnern und Mitarbeitern die erste von zwei erforderlichen Impfungen gegen das Coronavirus zu verpassen.

„Allerdings wird an diesem Tag nicht unser komplettes Mitarbeiterteam geimpft, um bei eventuell auftretenden Nebenwirkungen der Geimpften mit möglicherweise erforderlichen Krankschreibungen den Heimbetrieb aufrechterhalten zu können“, sagte Rademacher, der aber nicht mit nennenswerten Komplikationen rechnet. „Deshalb ist der nächste Impftag am 13. Januar – und nach drei Wochen werden die Impfungen für alle wiederholt.“ Der Ablauf sei bereits mit dem Balver Arzt Paul Stüeken und dessen Sohn Dr. Paul Stüeken abgesprochen. Beide sollen die Impfungen vornehmen.

Zuteilung durch das Gesundheitsministerium

Möglich ist dies, weil ab der kommenden Woche die Pflegeheime in Absprache mit den betreuenden und impfenden Heimärzten ihren Impfstoffbedarf selbst anfordern (wir berichteten). Dieser wird nach Verfügbarkeit direkt in die Pflegeheime geliefert und von den das Heim betreuenden Ärzten umgehend verimpft. Die Zuteilung des Impfstoffs erfolgt dabei nicht durch den Märkischen Kreis, sondern zentral vom Gesundheitsministerium des Landes in Düsseldorf.

„Bisher gab es noch keinen Corona-Fall in unserem Haus“, sagte Rademacher. Damit dies auch möglichst so bleibt, setzt Rademacher weiterhin auf strenge hygienische Maßnahmen für Besucher, Bewohner und Mitarbeiter. Das Konzept mit Handhygiene, Fiebermessen, Datenabfrage und seit Weihnachten auch Schnelltests für Bewohner und Besucher, das das Heim seit Ausbruch der Pandemie fährt, habe sich bewährt.

Stolz auf besondere Weihnachtsaktion

Die Bewohner seien derweil immer noch begeistert über die vielen Weihnachtsgrüße, die sie per Post erhielten. Das Heim hatte zur Teilnahme an der Aktion Aktion „Ein Herz für Senioren“ aufgerufen – und weit mehr als 600 Grußsendungen kamen zusammen. „Es kommen auch nach Weihnachten immer noch weitere Briefe und Karten an“, erzählte Franz-Josef Rademacher. „Den versprochenen weltweiten Dank dafür werde ich auch aussprechen – aber erst nach dem Jahreswechsel.“ Dieses Projekt, Weihnachtspost an die Heimbewohner zu schicken, sei etwas Besonderes gewesen. „Alle haben sich sehr gefreut, und zehren auch heute noch davon, dass man an sie denkt.“

Denn schließlich kamen die Grüße nicht nur aus der Region und ganz Deutschland, sondern sogar aus dem benachbarten Ausland. Vielfach von Menschen, die selbst keine Angehörigen im Balver Altenheim haben, aber ihre Verbundenheit mit den Senioren in der Hönnestadt in der Zeit der Corona-Pandemie zum Ausdruck bringen wollten. „Diese Aktion kann man aber nicht so einfach wiederholen“, so Rademacher. „Sie war einmalig, und gerade diese Einmaligkeit macht ihren Reiz aus.“ Es bedürfe anderer, neuer Ideen für die Zukunft. „Mit dem Ablauf und vor allem der Resonanz auf die Weihnachtsgrüße-Aktion bin ich sehr zufrieden. Dass wir so viel Post erhalten haben, macht mich sehr stolz.“

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