Ruhiger Dreikönigstag

Corona verhindert Patronatsfest: Das hätten die Garbecker sonst erfahren

Eine volle Schützenhalle zum Patronatsfest: So war es vor einem Jahr in Garbeck. 2021 blieb die Halle am Dreikönigstag leer, das Fest musste coronabedingt ausfallen.
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Eine volle Schützenhalle zum Patronatsfest: So war es vor einem Jahr in Garbeck. 2021 blieb die Halle am Dreikönigstag leer, das Fest musste coronabedingt ausfallen.

Auf ihr vielleicht wichtigstes Fest mussten die Garbecker in diesem Jahr verzichten. Denn am 6. Januar, dem Namenstag der Heiligen Drei Könige und damit auch der Patrone dieses Dorfes, wird sonst immer groß gefeiert. In Zeiten des Lockdowns war dies natürlich nicht möglich.

Der Tag beginnt alljährlich eigentlich am Morgen mit dem Hochamt in der Kirche mit Fahnenabordnungen aller Vereine und Musik vom Musikverein Amicitia Garbeck. Danach folgt der große Umzug in die Schützenhalle. In dieser halten der Ortsausschussvorsitzende Alexander Schulte und Ortsvorsteher Christoph Haarmann (beide CDU) kurz Ansprachen, ehren zudem verdiente Bürger.

Zur Tradition gehört auch die Sammlung der Sternsinger für das Missionsprojekt von Schwester Damian (geborene Maria Boekholt) sowie das abschließende Tischgebet von Diakon Gerd Eisenberg. Aber all dies war in diesem Jahr Makulatur, nichts war wegen der Corona-Pandemie am Dreikönigstag möglich.

Im Dezember wurde auch die Messfeier noch abgesagt

„Vom Ortsausschuss als ausführendes Gremium für dieses Patronatsfest war uns im vergangenen Jahr mit Blick auf den Pandemieverlauf sehr schnell klar, dass uns keine andere Wahl blieb, als das Fest abzusagen“, sagte Alexander Schulte im Gespräch mit der Redaktion. „Ein Fest wie in den vergangenen Jahren wäre nicht möglich gewesen – als einziger Programmpunkt stand bis in den Dezember noch die Messfeier, die dann allerdings auch abgesagt werden musste.“

Auch Alexander Schulte fehlt dieser Garbecker „Feiertag“ in seinem Kalender. Er erinnert daran, dass es schon 2020 nicht viel zu feiern gab: „Letzte große Veranstaltung in der Schützenhalle war am 7. März das Freundschaftssingen zum 160-jährigen Bestehen des MGV Amicitia Garbeck.“ Danach stand die Halle allen Dorfvereinen nur noch für Proben zur Verfügung. „Hier gebührt der Schützenbruderschaft ein großer Dank, dass sie allen Vereinen diese Möglichkeit gibt“, lobt Schulte.

Ehrung verdienter Garbecker erst 2021 wieder

Mit dem Ausfall des Patronatsfestes gibt es in 2021 auch keine Ehrung verdienter Garbecker. „Beim Ortsausschuss waren bereits einige Vorschläge eingegangen“, verriet der Ortsausschussvorsitzende. „Doch weil wir das Patronatsfest um ein Jahr verschieben müssen, kann noch weiter gesammelt werden.“

„Wir müssen die Situation akzeptieren, wie sie ist“, sagte Ortsvorsteher Christoph Haarmann zum Jahr ohne Patronatsfest. Er betonte, dass es wichtig sei, den Vorgaben und Regelungen zu folgen, mit denen die Pandemie bezwungen werden soll. „Es ist für uns alle schwierig, aber wir schaffen das – ich hätte mich auch bei den Garbecker für ihr Durchhaltevermögen bedankt“, hatte Haarmann schon einige ganz wichtige Zeilen für sein Grußwort im Kopf.

Haarmann: „Corona verlangt uns immer noch viel ab“

Ansonsten hätte es nur einen sehr kurzen Jahresrückblick gegeben. Denn: „Nachdem 2020 in Garbeck im Januar mit der Kick-Off-Party für das Heimatjahr der Stadt Balve sehr erfolgreich gestartet war, fanden danach nur noch die Karnevalsfeiern der Sänger und vom Turnverein sowie das Freundschaftssingen des Männergesangsvereins statt“, erinnert sich Haarmann an ein im weiteren Verlauf sehr schwieriges Jahr für Privatpersonen, Unternehmen und auch Vereine zurück. „Corona verlangt uns auch weiterhin viel ab.“

Dennoch könnte 2021 für die Garbecker mit der Realisierung der schon lange geplanten Umgestaltung der Dorfmitte ein gutes Jahr werden. Haarmann hofft, dass die Aufträge spätestens im März vergeben werden können, sodass die Arbeiten eventuell schon im April beginnen könnten. Etwa 15 Monate werden dafür veranschlagt.

Neues Feuerwehrgerätehaus

Auch über die weiteren Planungen bezüglich des neuen Feuerwehrgerätehauses hätte Haarmann am Dreikönigstag gesprochen. Hierfür sei bisher die Einigung auf den neuen Standort an der Langenholthauser Straße erfolgt. Weitere Details würden in den nächsten Ausschuss- und Ratssitzungen besprochen und abgestimmt. „Eventuell könnte dann im alten Feuerwehrgerätehaus an der Schulstraße eine Kinderbetreuung eingerichtet werden“, stellte Haarmann die bereits vor einem halben Jahr angestellten Überlegungen noch einmal vor. Doch egal, ob diese oder eine andere Nutzung – das Gebäude soll auf jeden Fall erhalten werden: „Sein Turm ist das Wahrzeichen von Garbeck.“

Und dann hätte Haarmann noch die Leveringhausener Straße, die Märkische Straße und die Straße Im Brauke thematisiert: „Es wird hier zu viel gerast.“ Der Ortsvorsteher könnte sich jeweils Tempo 30 als Höchstgeschwindigkeit vorstellen.

Neuer Containerstandort wird gut angenommen

Gut angenommen würde der neue Standort für die Papier-, Glas- und Grünschnittbehälter oberhalb der Schützenhalle. Dort stehen die Container seit Anfang September. „Rund um die Container ist es nicht so vermüllt wie im alten Standort im Gewerbegebiet“, stellte der Ortsvorsteher fest. Die Anlieger kümmerten sich und hielten Haarmann auf dem Laufenden: „Bis auf die anfangs dort illegal entsorgten Reifen und den nach Weihnachten angefallenen großen Berg an Papier und Pappe, gibt es bislang keine besonderen Vorkommnisse.“ Die von ihm geschilderten Missstände seien mit Fotos dokumentiert und anschließend behoben worden.

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