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Corona-Testzentren rechnen nach den Ferien mit weniger Besuchern

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Von: Julius Kolossa

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Das Corona-Testzentrum in Langenholthausen in der Sokola.de soll auf jeden Fall bis ins Jahr 2022 hinein geöffnet bleiben.
Das Corona-Testzentrum in Langenholthausen in der Sokola.de soll auf jeden Fall bis ins Jahr 2022 hinein geöffnet bleiben. © Kolossa, Julius

Die Nachfrage nach Corona-Tests wird nach den Herbstferien, die am Freitag enden, sinken. Davon sind die Betreiber der Corona-Testzentren in Balve und in Langenholthausen überzeugt.

„In den Herbstferien lassen sich viele Schüler testen“, sagten Bernhard Krämer, Koordinator des städtischen Testzentrums in der Hauptschule am Krumpaul, und Ralf Bigell, der mit seinem Unternehmen Prohealth24 das Testzentrum in der Sokola.de in Langenholthausen betreibt.

„Ab Montag werden die Tests der Schüler fehlen“, bestätigten beide, dass in der unterrichtsfreien Zeit seit 11. Oktober noch gut zu tun ist. Jeweils rund 400 Tests seien in den Herbstferien in Balve und in Langenholthausen durchgeführt worden. Dass diese Zahlen ab der nächsten Woche nicht zu halten sind, und daher mit sinkenden Testzahlen zu rechnen sei, davon sind beide Betreiber überzeugt. Denn Schüler werden dann wieder regelmäßig in ihren Schulen getestet. Dies gilt für sie als Nachweis zur Erfüllung der 3G-Regel, der bei vielen Veranstaltungen zur Teilnahme erforderlich ist.

Testzentrum in Langenholthausen bleibt über den Winter geöffnet

„Wir werden unser Testzentrum dennoch bis auf Weiteres, auf jeden Fall bis über den Winter, geöffnet lassen, um allen Balvern auch weiterhin ein Testangebot machen zu können“, sagt Ralf Bigell. Für ihn gelte: „Wir werden die Nachfrage beobachten, dann eventuell entsprechend die Öffnungszeiten reduzieren.“

Die Corona-Testzentren in Balve

Testzentrum am Krumpaul: Betreiber: Stadt Balve, Deutsches Rotes Kreuz, Malteser, Balver Apotheken und Ärzte. Seit der Eröffnung am 23. März wurden 21 067 Tests (darunter 14 positive Ergebnisse) durchgeführt. Personen, die sich testen lassen wollen, müssen 10 Euro zahlen. Terminbuchungen sind online unter www.balve.de möglich.

Testzentrum in der Sokola.de in Langenholthausen: Betreiber: Prohealth24. Seit der Eröffnung am 20. April wurden 15 156 Tests (darunter 14 positive Ergebnisse) durchgeführt. Personen, die sich testen lassen wollen, müssen 12,50 Euro zahlen. Terminbuchungen sind online unter www.testzentrum-balve.de und per E-Mail an prohealth24@web.de möglich.

Wie lange am Krumpaul noch Corona-Tests durchgeführt werden, kann Bernhard Krämer derzeit nicht sagen: „Nach aktueller Planung wird das Testzentrum auf jedem Fall bis zum 31. Oktober in der bekannten Form den Bürgern zur Verfügung stehen.“ Da die Tests erst seit dem 11. Oktober und damit rund eineinhalb Wochen für die allermeisten Bürger kostenpflichtig sind, sei es derzeit noch zu früh eine Tendenz auszumachen, in welche Richtung sich die Nachfrage entwickelt.

Daten müssen bewertet werden

Eine Entscheidung über den möglichen Fortbestand der Einrichtung über das Monatsende hinaus solle daher wahrscheinlich erst im Laufe der kommenden Woche getroffen werden. „Hierbei müssen die Daten aus der zurückliegenden und kommenden Woche um den Ferieneffekt bereinigt, ermittelt und bewertet werden. Wenn es weiterhin einen ausreichenden Bedarf gibt, werden wir auch weiter Tests anbieten, in welchem Umfang auch immer“, verspricht Krämer.

Für den Koordinator der Krumpaul-Einrichtung sind regelmäßige Testungen weiterhin wichtig, um ein möglichst großes Maß an Sicherheit zu erreichen. Vor einem Veranstaltungsbesuch sollten sich deshalb auch Teilnehmende, die gegen Corona geimpft oder von einer Infektion genesen sind, testen lassen müssen. „Ein weiterer Test kurz nach der Veranstaltung könnte dann als Kontrolle dienen, ob es zu Infektionen gekommen ist“, schlägt Krämer vor.

Krämer: Infektionen müssen früh erkannt werden

Denn nur durch das möglichst frühzeitige Erkennen einer Infektion, könne die Infektionskette wirksam unterbrochen werden. „Die Bereitschaft zu solchen Tests, auch unter den Geimpften, wäre sehr wahrscheinlich größer, wenn auch sie weiterhin einen Anspruch auf mindestens einen kostenlosen Test pro Woche hätten.“

Weil ein solches Vorgehen politisch derzeit aber weder diskutiert wird noch gewollt ist, wird Krämer bald eine Entscheidung treffen müssen, wie es mit der Testeinrichtung am Krumpaul nach dem 31. Oktober weitergehen soll.

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