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Corona-Pandemie trifft die Volkshochschule hart

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Von: Julius Kolossa

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VHS-Leiterin Lena Schwerdtner informierte über die Folgen der Pandemie und des Hochwassers.
VHS-Leiterin Lena Schwerdtner informierte über die Folgen der Pandemie und des Hochwassers. © Kolossa, Julius

Den Volkshochschul-Verband Menden-Hemer-Balve hat die Corona-Pandemie finanziell hart getroffen. So schloss die VHS das Jahr 2020 mit einem Fehlbetrag von 66 200 Euro ab, wie im Rahmen der Verbandsversammlung am Donnerstagabend im Balver Rathaus bekannt wurde.

Die Summe muss von den beteiligten Kommunen ausgeglichen werden.

„Dieses Minus ist der Corona-Effekt“, sagte dazu Philipp Gödde, Wirtschaftsprüfer der Artemis GmbH aus Balve, die mit der wirtschaftlichen Prüfung des VHS-Verbandes beauftragt worden war. „2019 wurde noch mit einem Plus von 1000 Euro abgeschlossen“, stellte er die beiden Jahre im Vergleich gegenüber. „Die Teilnahmegebühren gingen um 513 000 Euro zurück, zugleich aber auch der Aufwand an Personal und Mieten für die Kursräume um 446 000 Euro.“ Weil doch noch einige Kurse stattfanden, mussten 320 000 Euro an Honoraren gezahlt werden.

Nach dem Lockdown kommt das Hochwasser

Als nach den Corona-Lockerungen in diesem Jahr wieder richtig losgelegt werden sollte, kam am 14. Juli das Hochwasser. VHS-Leiterin Lena Schwerdtner berichtete über die Situation in der Zentrale in Menden, in der 400 Ordner nicht mehr zu retten waren, außerdem die Verwaltungsbüros, ein Seminarraum, ein Teil des Materials in der Gymnastikhalle und in der Musikschule starke Wasserschäden aufwiesen. „Wir hatten einen Inventarschaden von etwa 100 000 Euro und rechnen mit Wiederanschaffungen im Wert von mindestens 80 000 Euro.“ Kurse müssen in anderen Gebäuden der Stadt oder aber online stattfinden.

Lena Schwerdtner: „Im ersten Semester dieses Jahres fielen 391 Kurse aus, im zweiten Semester 153. Online fanden im ersten Semester 174 Kurse statt, im zweiten Semester 68.“ All dies bringe das Schiff der VHS aber nicht ins Wanken, meinte dazu der Ausschuss-Vorsitzende Matthias Eggers aus Menden.

Sonderumlage einstimmig verabschiedet

Die Vertreter der Mitgliedskommunen beschlossen einstimmig, dass für 2022 von allen drei Städten eine Sonderumlage für den VHS-Verband in Höhe von 432 500 Euro zu zahlen ist. Diese orientiert sich an der jeweiligen Einwohnerzahl, sodass von Balve mit 49 741 Euro zu rechnen sein wird. Aus Menden werden 232 595 Euro und aus Hemer 150 164 Euro kommen. Balve zahlt 2022 für die Nutzung der Kursräume eine Umlage in Höhe von 25 200 Euro, und für Personal- und Sachkosten 9746 Euro.

Für das gesamte Verbandsgebiet kommen höhere Personalkosten durch Tariferhöhungen hinzu. 823 583 Euro werden zu Buche schlagen. Investiert werden 160 000 Euro in die Begleichung der Hochwasserschäden, beantragt wurden 107 000 Euro an Nothilfe für die Hochwasserschäden.

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