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Corona: Grundschulen weiterhin in „Hab-Acht-Stellung“

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Von: Julius Kolossa

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Lolli-Tests in den Grundschulen stehen auch nach den Ferien weiterhin zweimal in der Woche an. Ab sofort gibt jeder Schüler zwei Proben ab. Denn fällt die Poolprobe einer Klasse positiv aus, kann das Labor die Einzelproben direkt auf einen möglichen Corona-Befund untersuchen.
Lolli-Tests in den Grundschulen stehen auch nach den Ferien weiterhin zweimal in der Woche an. Ab sofort gibt jeder Schüler zwei Proben ab. Denn fällt die Poolprobe einer Klasse positiv aus, kann das Labor die Einzelproben direkt auf einen möglichen Corona-Befund untersuchen. © Foto: DPA

Mit dem Wiedersehen nach den Weihnachtsferien war es zumindest für einige der insgesamt 381 Grundschüler im Balver Stadtgebiet vorübergehend schnell wieder vorbei. Denn in einer Klasse der Grundschule Balve herrschte Corona-Alarm.

„Wir haben am Montag alle Schüler in ihren Klassen in dem Pool-Test-Verfahren getestet, dabei ein positives Ergebnis festgestellt, sodass alle Schüler dieser Klasse am Dienstag zu Hause bleiben mussten“, sagte Schulleiterin Birgit Heckmann im Gespräch mit der Redaktion. „Alle Corona-Tests dieser Klasse wurden dann von einem Labor ausgewertet, sodass jede Familie über das dann bestätigte negative oder positive Ergebnis informiert wurde“, so Heckmann weiter.

Die ansonsten gute Stimmung nach den Ferien sei dadurch etwas getrübt worden. „Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit bei 179 Schülern groß und es daher nicht überraschend, dass ein Positiv-Fall dabei ist“, sagte die Schulleiterin. Zudem befinde sich ein weiteres Kind wegen eines Corona-Falls in der Familie in Quarantäne. „Wir sind nach wie vor in Hab-Acht-Stellung“, sagte Heckmann mit Blick auf die weiter steigenden Corona-Infektionszahlen.

Zwei Lolli-Tests pro Woche

Lolli-Tests auf PCR-Basis, an dieser und den Grundschulen in Beckum und Garbeck zwei Mal in der Woche, sowie Masken für Schüler und Lehrer sowie Abstand und Handhygiene für alle bestimmen auch im neuen Jahr weiterhin den Schulalltag. Alle 29 Lehrkräfte, die an den drei Grundschulen im Stadtgebiet unterrichten, seien geimpft, berichteten die drei Schulleiterinnen auf Anfrage der Redaktion. Zudem seien alle Corona-Tests der Lehrer zu Wochenbeginn negativ ausgefallen. Heckmann: „Ich wünsche mir eine Kehrtwende, dass also die Ansteckungszahlen zurückgehen. Doch leider sprechen die aktuellen Zahlen eine andere Sprache. Sollte die Inzidenz weiter steigen und immer mehr Kinder in Quarantäne müssen, wäre das kleinste Übel der Wechselunterricht“, möchte Heckmann eine weitere Homeschooling-Phase unbedingt vermeiden. Der Idealfall wäre für sie die Fortsetzung des Präsenzunterrichts.

Dies betonten auch Dorothe Gastreich-Kneer, Schulleiterin in Garbeck, und Petra Köhler, Rektorin in Beckum. „Digitale Voraussetzungen für einen Online-Unterricht wären aber gegeben“, ist Petra Köhler mit ihrem Kollegium aber auch auf das Worst-Case-Szenario vorbereitet. Dies gelte auch für die beiden anderen Schulen, technisch sei man auf einem guten Stand. „Aber dieser Fernunterricht ist nicht wünschenswert, denn die Mädchen und Jungen brauchen den Schulalltag in ihren Klassen“, so Köhler. An ihrer Schule sei die Stimmung gut, die Freude den Kindern anzumerken, wieder unter ihresgleichen zu sein. Köhler lobt den „verantwortungsbewussten Umgang“ der Mädchen und Jungen mit der Pandemie: „Hut ab vor den Kindern. Von deren Verhalten kann sich so mancher Erwachsener eine Scheibe abschneiden.“

Präsenzunterricht wichtig für Kinder und Eltern

Dorothe Gastreich-Kneer sagt: „Präsenzunterricht ist wichtig für die Kinder, aber auch ihre Eltern.“ In Garbeck sei man zuversichtlich, dieses Schuljahr wieder überwiegend in Präsenz stattfinden lassen zu können: „Wir Lehrer haben aber immer die Inzidenzzahlen im Blick, sodass wir bereit sind, schnell auf neue Entwicklungen reagieren zu können.“ Die Schulleiterin setzt wie ihre Kolleginnen weiterhin konsequent auf die Einhaltung aller Schutzmaßnahmen.

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