Gäste und Gastronomen genießen die ersten Öffnungstage

Ein Stück Freiheit im Biergarten

Im Hotel zur Post in Eisborn war die Stimmung am Pfingstsonntag prächtig. Viele Gäste genossen nach der langen Zeit des Verzichts den ersten Tag im Biergarten.
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Im Hotel zur Post in Eisborn war die Stimmung am Pfingstsonntag prächtig. Viele Gäste genossen nach der langen Zeit des Verzichts den ersten Tag im Biergarten.

Entgegen der Wettervorhersagen schien am Sonntag die Sonne vom Himmel – das lockte die Menschen raus aus den Häusern und rein in die Biergärten. Folglich hatten die Wirte und das Personal Pfingsten gut zu tun.

Allerdings hatten im Stadtgebiet noch nicht alle Gastronomen geöffnet, die über Außengastronomie verfügen. Einige hatten sich wohl aufgrund der schlechten Wetterprognosen entschieden, den ersten zulässigen Öffnungstag in diesem Jahr in der Corona-Pandemie nicht zu nutzen. Andere hoffen auf eine lange Sommersaison und hatten die Vorbereitungen noch nicht abgeschlossen.

Gäste genießen Normalität

Auf das mögliche Ende der Corona-Verzichtszeit stießen derweil die Jugendlichen aus Eisborn in der Post und bei Syrè in Garbeck an. „Wir fördern die Wirtschaft“, hatten die Eisborner zugleich augenzwinkernd ein Motto parat. „Es ist schön, wieder Normalität zu genießen“, stellte Eisborns Ortsvorsteherin Pia Spiekermann fest. Sie freute sich, mit ihren Freunden, nach langer Zeit wieder einmal im Biergarten sitzen zu können. „Endlich wieder die Freiheit genießen“, stimmte Eisborns Brudermeister Andreas Danne ihr zu. So sahen es auch viele anderen Gäste in weiteren Biergärten.

Und für zufriedene Gäste legten sich die Gastronomen gerne ins Zeug. „Es ist aber auch schön, dass die Mitarbeiter wieder Spaß haben“, erklärte Heinz Friedriszik, der Inhaber der Gaststätte Syrè. Und so war es: Die Teams waren zurück in ihrem Element. Kontaktdaten der Gäste erfassen, deren Bestellungen aufnehmen, Servieren, Kassieren und sobald die Gäste gegangen waren, den jeweiligen Tische desinfizieren – diese Handgriffe saßen nach kurzer Zeit perfekt.

Wir fangen bei Null an.

Birgit Diepes, Inhaberin Haus Diepes

„Wir fangen bei Null an“, beschrieb Birgit Diepes, Inhaberin des Hauses Diepes, den schweren Start für die gesamte Branche. Dafür hatte sie, wie ihre Kollegen, einen langen Arbeitstag.

„Endlich, endlich wieder Wirt sein“, kommentierte Maria Vanselow, Junior-Geschäftsführerin des Hauses Recke, den ersten Öffnungstag. Ihre volle Aufmerksamkeit widmete sie Ricarda und Daniel aus Bocholt, die in Binolen ihren Pfingsturlaub verbrachten, und in Binolen übernachteten. „Wir sind froh, dass die Außengastronomie wieder geöffnet ist“, erklärten die Urlauber und ließen sich nach ihrem Ausflug ins Hönnetal den Kuchen und das Bier schmecken.

Es soll wieder die lang ersehnte Normalität einkehren, dies war überall spürbar. Um diese nicht zu riskieren, hielten die Gäste auch unter freiem Himmel Abstand, gaben ihre Daten an und hielten die Masken bereit. Doch noch weiß niemand, ob die lange Durststrecke überstanden ist. Gastronom Heinz Friedriszik: „Warten wir die weitere Entwicklung ab, und hoffen wir das Beste.“

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