Belastung "existenzbedrohend"

Corona: Balver Fachhandel fürchtet um Zukunft des Einzelhandels

+

Balve - Die Gemeinschaft Balver Fachhandel fürchtet aufgrund der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Öffnungseinschränkungen um die Zukunft des Einzelhandels in der Hönnestadt.

„Für unsere Mitglieder bedeuten die Einschnitte ins öffentliche Leben eine starke Belastung, die teilweise existenzbedrohend sein wird“, sagt Vorsitzender Daniel Pütz. 

Als es in der vergangenen Wochen zu den ersten Einschränkungen im Bereich Handel kam, habe es zunächst eine große Unsicherheit unter den Einzelhändlern gegeben. „Weil ein konkreter Erlass der Stadt zunächst nicht vorlag und im Netz viele Halbwahrheiten oder schlicht alte Informationen kursierten“, erklärt Pütz. 

Information erfolgte zentral

Als Vorstand der Gemeinschaft Balver Fachhandel habe er deshalb zusammen mit seinen Kollegen versucht, den Mitgliedern und auch der extra eingerichteten Corona-Hotline Anfragen zu ersparen, „indem wir uns zentral für sie informierten und die für uns relevanten Maßgaben des Landesministeriums mit der Empfehlung ihnen nachzukommen an unsere Mitglieder verteilt haben“. 

Nachdem dann der Erlass der Stadt vorlag, sei die Situation deutlich transparenter geworden, blickt Pütz zurück. „Das Ordnungsamt hat teilweise auch persönlich die Ladeninhaber über die anstehende Schließung informiert“, sagt der Vorsitzende des Balver Fachhandels. 

Anordnung nicht widersetzen

Dass sich manche Geschäfte über die Schließungsanordnung hinweg setzen, kann Pütz nicht nachvollziehen. So musste die Polizei noch am Freitag gegen 23.30 Uhr die Betreiber eines Grills in der Hönnestadt zum Schließen auffordern, nachdem das Ordnungsamt um Amtshilfe gebeten hatte. 

„Zumal es genug systemrelevante Lebensmittel- und Gesundheitsbetriebe gibt, die geöffnet bleiben müssen – und deren Mitarbeiter und Angehörige permanent einem hohen Risiko ausgesetzt sind“, sagt Pütz. 

Schichtbetrieb eingeführt

Manche Betriebe hätten versucht, ihr Geschäftsmodell der Situation anzupassen oder haben Schichtbetrieb eingeführt, um im Ausbruchsfall einer Schließung zu entgehen. „Natürlich hoffen wir darauf, dass es staatliche Hilfe für die von Schließungen oder anderweitigen Einschränkungen betroffenen Läden gibt, wenn der ganze Spuk rund um Corona vorbei ist“, sagt Pütz.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare