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Bald weiteres Impf-Angebot in Balve

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Von: Julius Kolossa

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In Balve wird ein weiteres Impf-Angebot geschaffen.
In Balve wird ein weiteres Impf-Angebot geschaffen. © Michael Matthey / dpa

Es wird fleißig gegen das Coronavirus geimpft bei den Balver Hausärzten sowie in den beiden Impfzentren am Krumpaul und in der Sokola.de in Langenholthausen.

Zu diesen Möglichkeiten, sich die Erst-, Zweit- oder Drittimpfung verabreichen zu lassen, kommt bald eine weitere hinzu.

„Wir werden Corona-Schutzimpfungen demnächst bei uns in der Adler-Apotheke anbieten“, erklärte der dafür zuständige Apotheker Karl-Heinz Werner im Gespräch mit der Redaktion. Damit vollzieht der Inhaber Thilo Jansen, der neben der Adler-Apotheke an der Hauptstraße noch weitere Apotheken unter anderem in Arnsberg, Ense, Sundern und Hamm betreibt, eine 180-Grad-Kehrtwende. Denn noch Anfang Dezember hatte er mitgeteilt: „Es sollten erst mal alle Fachärzte ran.“ Und auch personell sei ein Impfangebot nicht zu stemmen, wurde seinerzeit als Ausschlusskriterium verkündet.

Räume werden geschaffen

Inzwischen aber sieht es so aus, dass, so Apotheker Werner, einige Balver Mitarbeiter für die Corona-Impfungen geschult werden. „Und auch die entsprechenden Räume in unserer Apotheke werden geschaffen – bis alle Vorbereitungen abgeschlossen sind und wir dieses Impf-Angebot machen können, dürfte es aber noch ein bis maximal drei Monate dauern.“ Anders als vor sechs Wochen noch verkündet, steige die Adler-Apotheke nun doch in das Impfgeschehen ein, um die „überlasteten Ärzte zu entlasten“.

Im Kampf gegen die Pandemie möchte Karl-Heinz Werner mit seinem Team in der Adler-Apotheke nicht nur Masken verkaufen, sondern auch Impfungen durchführen.
Im Kampf gegen die Pandemie möchte Karl-Heinz Werner mit seinem Team in der Adler-Apotheke nicht nur Masken verkaufen, sondern auch Impfungen durchführen. © Kolossa, Julius

Anders sieht dies Christian Bathe von der Apotheke am Drostenplatz. „Nein, bei uns wird nicht geimpft.“ Damit verfolgt er nach wie vor die seit Dezember eingeschlagene Richtung. „In Balve gibt es ein gut funktionierendes Netzwerk an Ärzten und zwei gut funktionierende Impfzentren – ich sehe keinen Bedarf, in meiner Apotheke impfen zu lassen.“

Bathe sieht den Bedarf nicht

Für Bathe sei der Aufwand für das Personal und die Bereitstellung eines Raums für die Impfungen zu groß. Zudem sieht er keinen Bedarf. Bathe: „Solch ein Angebot ist positiv in den großen Städten, wo nicht jeder einen Hausarzt wie bei uns auf dem Land zur Verfügung hat. In unserer Region sind wir mit Impfangeboten sehr gut versorgt.“

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