Musical wird auch 2021 nicht aufgeführt

Corona-Auswirkungen: Festspielverein Balver Höhle sagt die erste Saisonhälfte ab

Die Tribüne wird vorerst nicht aufgebaut, denn in der Balver Höhle finden auch in den kommenden Monaten keine Veranstaltungen statt.
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Die Tribüne wird vorerst nicht aufgebaut, denn in der Balver Höhle finden auch in den kommenden Monaten keine Veranstaltungen statt.

Nachdem der Festspielverein Balver Höhle bereits die komplette Saison 2020 coronabedingt hatte absagen müssen, finden nun auch in den ersten sechs Monaten dieses Jahres keine Veranstaltungen statt.

Nachdem die Politik mit den Stimmen der CDU-Mehrheitsfraktion den Antrag des Festspielvereins auf finanzielle Unterstützung durch die Stadt in Höhe von 18 000 Euro für den Auf- und Abbau der Tribüne in der Höhle abgelehnt hat, zeigen die Vereinsverantwortlichen zwar Verständnis für das Votum, ziehen jetzt aber auch Konsequenzen.

So sagt der Verein alle für die erste Jahreshälfte geplanten Veranstaltungen in der Höhle ab. Damit wird das Familienmusical „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“, das ab Mai aufgeführt werden sollte, nach der Absage der kompletten Spielzeit 2020 auch 2021 nicht im Felsendom präsentiert.

Fehlende Planungssicherheit

„Es wird wegen der Corona-Pandemie eventuell auch in diesem Jahr keine Veranstaltung in der Höhle stattfinden können, soweit die Begründung, die ich verstehen kann“, sagt Vereinsvorsitzender Lukas Koch zur Entscheidung der Christdemokraten. „Andererseits habe ich im Namen des Festspielvereins den Antrag gestellt, die 18 000 Euro zunächst nur in den Haushalt einzustellen, um die Summe bei Bedarf abrufen zu können – dieses Geld hätte also gar nicht direkt ausgezahlt werden müssen.“

Und wenn doch, hätte sein Verein Planungssicherheit gehabt und die Tribüne aufgebaut, die für den Rest der Höhlensaison bis in den November kostenfrei auch andere Vereine hätten nutzen können. So aber kam Koch in dieser Woche mit seinen Vorstandskollegen überein, die erste Saisonhälfte abzusagen.

Verein hofft auf finanzielle Unterstützung

Das Musical „Jim Knopf“ und die Klassiknacht finden also nicht statt. „Ja, uns fallen diese Einnahmen weg, aber wir haben Anspruch auf die November- und Dezemberhilfe, werden auch darüber hinaus Hilfen anfordern. Finanziell geht es uns also noch ganz gut“, so Koch. Gerne aber hätte der Festspielverein wieder die Kasse mit den Eintrittsgeldern von Besuchern gefüllt: „Das ist aber wirtschaftlich unsinnig, wenn wir den Aufbau der Tribüne selber zahlen müssen, coronabedingt aber nicht alle Plätze belegen dürfen.“

Inzwischen macht sich der Vorstand daran, bei der Bezirksregierung die als Leader-Projekte bewilligten Umbauten des Dachgeschosses der ehemaligen Disco „Mammut“ und einen Teil der Gransauer Mühle für vereinseigene Zwecke zu beantragen. 150 000 Euro sind veranschlagt.

Entscheidung über weiteren Saisonverlauf im Juni

„Der Vorstand berät am 8. Juni, wie es in der zweiten Saisonhälfte weitergehen soll“, blickt Koch voraus. Dann werde entschieden, ob im August das Irish-Folk-Konzert und das Versengold-Konzert stattfinden. „Wir stehen auch in Kontakt mit Guido Simm, dem Veranstalter von German Kultrock, der ebenfalls im Juni über die Entscheidung des Festivals bekannt geben wird.“

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