Parkinson-Gesprächskreis schließt eine Lücke

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Claudia Kaluza aus Neuenrade hat den Parkinson Selbsthilfe-Gesprächskreis ins Leben gerufen.

Balve - Vor einem Jahr rief Claudia Kaluza den Parkinson Selbsthilfe-Gesprächskreis ins Leben. Menschen aus Balve, Neuenrade, Menden, Hemer und Werdol nutzen das Angebot.

Vor 200 Jahren hat Dr. James Parkinson das Buch „Die Abhandlung über die Schüttellähmung“ geschrieben. 

Seitdem ist „Parkinson“ als Krankheit definiert. „Sie ist die am häufigsten auftretende neurologische Erkrankung“, berichtete Claudia Kaluza am Freitag. Die Neuenraderin ist selbst an Parkinson erkrankt und Mitglied der Balver Malteser. Vor einem Jahr rief sie den Parkinson Selbsthilfe-Gesprächskreis ins Leben. 

Seitdem treffen sich Erkrankte, deren Angehörige und Interessierte an jedem dritten Freitag im Monat im Domizil der Malteser. Dort stellte Gruppenmitglied Heinz-Dieter Simon das Buch „Stürme im Gehirn – dem Rätsel Parkinson auf der Spur“ von Jon Palfreman vor. 

„1817 hat Dr. Parkinson dieser Krankheit seinen Namen gegeben“, erklärte Simon. Der 63-jährige Referent war bis zu seiner Verrentung im März 2017 als Diplom-Sozialpädagoge in einer Wohngruppe geistig behinderter Menschen tätig. Im Dezember 2015 erhielt der Mendener die Diagnose „Parkinson“. 

Teilnehmer kommen ins Gespräch

Simon blickte am Freitag auf die Anfänge der Forschung zurück und warf auch einen Blick auf die aktuelle Lage: „Diese Krankheit ist trotz aller medizinischen Fortschritte bis heute nicht heilbar.“ 

„Hier kommen die Teilnehmer ins Gespräch. Sie sprechen über ihre eigenen Erfahrungen, und wissen dabei: Sie können über alles reden, denn hier wird alles vertraulich behandelt. Darauf dürfen sie sich verlassen“, unterstrich Claudia Kaluza. Sie habe mit diesem Gesprächskreis-Angebot eine Lücke geschlossen. Menschen aus Balve, aber auch aus Neuenrade, Menden, Hemer und Werdohl nutzen das Angebot: 

Offene Gruppe, zu der noch weitere Teilnehmer kommen können

„Zwölf bis 14 Teilnehmer haben wir jeden Monat zu Gast. Wir sind eine offene Gruppe, zu der noch weitere Teilnehmer kommen können“, stellt die Initiatorin des Selbsthilfe-Gesprächskreises fest. Zusammenwachsen soll die Gemeinschaft der Frauen und Männer im Alter von 50 bis 80 Jahren beim Austausch, zu dem Kaffee und Kuchen gereicht werden. Dabei gibt es auch Informationen zu aktuellen Themen, wie der Pflegeberatung des Märkischen Kreises oder den Hausnotruf. 

Am 11. November, einem Samstag, ist in der Malteser Geschäftsstelle am Dechant-Löcker-Weg 2 ein Karnevalsfrühstück mit einer närrischen Seereise geplant.

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