Weniger Gäste als erwartet bei der Landpartie

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Wie diese Besucherinnen genossen viele Gäste am Donnerstag das schöne Wetter bei der Landpartie. In den folgenden Tagen ebbte der Besucheransturm jedoch, vermutlich aufgrund der Wetterkapriolen, etwas ab.

Wocklum - Mit dem Konzept der 12. Landpartie war Veranstalter Rainer Timpe zufrieden. Allerdings kamen nicht so viele Besucher wie erhofft zur beliebten Veranstaltung in die Hönnestadt.

Den Gästen sei viel geboten worden, resümierte Rainer Timpe. Dass der angepeilte Spitzenwert von 18.000 Menschen nicht erreicht wurde, begründete er mit den Wetterkapriolen am Wochenende: „Ein extrem heißer Samstag und der Starkregen mit Gewitter am Sonntag hat uns Besucher gekostet.“

So seien am Eingang letztendlich circa 15.000 Landpartie-Besucher gezählt. „Der beste Tag mit 6.500 Gästen war der Donnerstag“, berichtete Timpe. Etwa 3.500 Menschen waren es am Freitag und jeweils um die 2.500 Gäste am Samstag und Sonntag.

Während die Besucher aufgrund des Unwetters am Sonntag das Gelände schnell verließen, war Marcus Kauke vom Ordnungsamt der Stadt Balve bereits unterwegs nach Wocklum: „Ich hatte mich noch bei der Kreisleitstelle in Lüdenscheid über die Unwetterwarnung informiert und direkt auf den Weg gemacht, da schien es laut Wetterradar an Balve vorbei zu ziehen“, berichtet er. „Auf dem Weg ins Hönnetal brach der heftige Starkregen mit Gewitter und Sturm von Hemer über das Hönnetal herein. Dort war die Straße bereits durch einen umgestürzten Baum versperrt“, teilte Bürgermeister Hubertus Mühling am Montag mit.

Fachbereichsleiter Kauke habe am Sonntag schließlich den Kontakt mit den Verantwortlichen der Landpartie aufgenommen und sich über die Situation in Wocklum informiert. Dort hatten die meisten Besucher bereits den Heimweg angetreten. Alle Ausgänge wurden geöffnet, sodass die Besucher das Veranstaltungsgelände zügig verlassen konnten. Als Kauke Wocklum schließlich erreichte, sei die berühmte Ruhe nach dem Sturm eingekehrt, heißt es in der Mitteilung des Bürgermeisters. Im Schlosspark wurden bereits kleinere Schäden, vornehmlich durch das Wasser, beseitigt.

Der Laufsteg war bereits in diesem Jahr aufgebaut, bei der kommenden Frühlingslandpartie soll das Geschehen im Schlosshof jedoch um Tänzer und Kleinkünstler erweitert werden.

Marcus Kauke lobt das besonnene Verhalten des Veranstalters. Die umfangreiche Erarbeitung eines Sicherheitskonzeptes habe die Verantwortlichen sensibilisiert. Wenn es auch bei den vergangenen Landpartien Schwierigkeiten mit der Umsetzung des Sicherheitskonzeptes gegeben habe, sei diesmal alles problemlos gelaufen. „Der Veranstalter hat sehr konstruktiv mit den Sicherheitsbehörden zusammengearbeitet“, zeigte sich Kauke erfreut.

Durch die erstmals vorgeschriebenen Betonabsperrungen auf der Wocklumer Allee hätten sich alle Beteiligten einvernehmlich für eine Ableitung des Verkehrs über Mellen entschieden. Auch nach Beschwerden über eine Staubentwicklung habe der Veranstalter sofort reagiert. „Der Bauhof der Stadt hat zudem noch Schilder zur Geschwindigkeitsreduzierung aufgestellt. Stadt und Veranstalter werden zusammen mit den anderen Behörden die gewonnenen Erkenntnisse nachbesprechen“, zieht Mühling ein Fazit.

Rainer Timpe denkt derweil bereits über die 13. Landpartie im Frühling des kommenden Jahres nach. Einige neue Ideen hat er dafür schon gesammelt: Er plant, den Schlosshof noch mehr als bisher ins Geschehen einzubinden. Dort sollen Tanzparkett, Bühne und Laufsteg aufgebaut werden.

Zurzeit stehe er in Verhandlungen mit den Verantwortlichen einer Tanzschule in Sundern. Deren Tänzer sollen die Besucher vor der historischen Schlosskulisse mit Tango und Salsa unterhalten. Für die Bühne würden Kleinkünstler gesucht, kündigte Timpe im Gespräch mit der Redaktion an. Das bisherige Geschehen auf dem Gelände rund um den Schlosshof soll weitgehend beibehalten werden. „Aber jetzt freuen wir uns schon auf die herbstliche Landpartie“, blickt Timpe auf die nächste Großveranstaltung vom 30. September bis 3. Oktober. Circa 120 Aussteller hätten ihre Teilnahme bereits zugesagt. „Unsere Zielmarke sind 140 Aussteller“, sagte Timpe.

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