Chorkonzert in der Mellener Kirche begeistert Publikum

Der Männergesangverein Brockhausen trug zum Gelingen des weihnachtlichen Konzertes bei.

MELLEN -  „Es liegt an uns, die Zeit zwischen den Jahren zu etwas Besonderem zu machen“, erinnerte Diakon Josef Hültenschmidt am Sonntagnachmittag die Zuhörer des Dreikönigskonzerts in der St. Barbara-Kirche. Denn ihm dränge sich die Frage auf: „Schmeißen wir Weihnachten zu schnell weg?“

In der Vorweihnachtszeit lassen sich die Menschen in den Kaufhäusern von Adventsmusik berieseln, an Weihnachten wird im Kreis der Familie vielleicht noch das ein oder andere Lied gemeinsam gesungen, doch der Alltag kehrt oft zu schnell wieder zurück. Lange sei es her, dass die Tage des Advents ruhige Tage waren. Und so ermutigte der Geistliche die Konzertbesucher, die Stille auch in den Tagen nach Weihnachten zu suchen. „Vielleicht finden wir sie heute, in dieser Stunde, in diesem Konzert“, wünschte sich Hültenschmidt und lud die Zuhörer ein, jenen Geheimnissen, die vor ein paar Tagen gefeierte wurden, in der Musik nachzuspüren.

Ein Aufruf, dem die Zuhörer in der bis auf den letzten Platz besetzten St. Barbara-Kirche gerne nachkamen. Weihnachtliche Melodien erfüllten am Dreikönigstag somit noch einmal das Gotteshaus und boten den Zuhörern einen musikalischen Rahmen, im dem genügend persönlicher Raum vorhanden war, um die eigenen Gedanken zurück aber auch nach vorne schweifen zu lassen. Der Frauenchor „Einklang“ Mellen sowie der Männergesangverein „Eintracht“ Mellen umrahmten das atmosphärische Konzert, das von befreundeten Gastvereinen wie dem MGV Brockhausen, dem Frauenchor Eisborn und Blue Notes Menden bereichert wurde.

Stille Nacht, Tochter Zion, Lobet den Herren, Ave Maria, Es ist ein Ros‘ entsprungen oder Vom Himmel hoch verfehlten die von Diakon Hültenschmidt erhoffte Wirkung bei den Zuhörern nicht und machten es leicht, die gewünschte Ruhe in besonderer Atmosphäre zu genießen. Doch diese getragene Melodien alleine waren es nicht, die dem Dreikönigskonzert die nötige weihnachtliche Stimmung verliehen. Englischsprachiges Liedgut – Rudolph the rednosed Reindeer oder We wish you a merry Christmas – sorgte für abwechslungsreiche Rhythmen und eine Programmfolge, die das Publikum mit reichlich Applaus für die Ausführenden belohnte.

Susanne Riedl

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