Chemie Wocklum: Auch auf Umwegen in die Ausbildung

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Vertreter der Arbeitsagentur waren bei Chemie Wocklum im Gespräch mit Auszubildenden (von links nach rechts): Azubi Calvin Vorsmann, Teilzeit-Umschülerin Stefanie Röse, Gero Hertin von der Geschäftsführung, Ausbildungsleiterin Isabell Müller, Arbeitsvermittlerin Gudrun Schmitz-Raphael, Ausbildungsleiter Patrick Brinkmann und Bürgermeister Hubertus Mühling.

Balve - Im Rahmen der Woche der Ausbildung besuchte Arbeitsvermittlerin Gudrun Schmitz-Raphael den Chemischen Betrieb Wocklum.

Dort traf sie auf Gero Hertin als Vertreter der Geschäftsführung sowie die Ausbildungsleiter von Chemie Wocklum, Bürgermeister Hubertus Mühling und natürlich zwei junge Leute, die ihren Weg in den Betrieb auf besondere Weise gefunden hatten. 

Die Nachfrage nach Ausbildungsstellen ist bei Chemie Wocklum typisch: Auf Gesuche zur Ausbildung zum Industriekaufmann gibt es derartig viele Bewerbungen, dass dafür nicht geworben werden muss. Anders sieht es schon aus bei der Fachkraft zur Lagerlogistik, hier gibt es deutlich weniger Interessenten. 

Produktionsfachkraft Chemie

Richtig schwierig sei es für das Unternehmen, Auszubildende für die Produktionsfachkraft Chemie zu finden. Die Arbeitsvermittlerin musste zugeben, dass sie dem Unternehmen hier gerade einmal fünf Vorschläge machen konnte. 

Die Berufsbezeichnung scheint Bewerber regelrecht abzuschrecken, dabei sei der Beruf interessanter als es der Name hergebe. Bewerber müssen allerdings über 18 Jahre sein, es gibt viele Sicherheitsbestimmungen einzuhalten. 

Persönlicher Eindruck entscheidend

Die Ausbilder von Chemie Wocklum waren sich einig, dass bei der Einstellung von Azubis nicht so sehr die schulischen Leistungen auf dem Papier zählten. Der persönliche Eindruck sei viel entscheidender. Auch auf vielerlei Umwegen könne man in eine Ausbildung und später in den Beruf kommen. 

Stefanie Röse macht gerade eine Teilzeit-Umschulung zur Kauffrau Spedition und Lagerlogistik. Die junge Frau hat schon eine Ausbildung, wurde schwanger und kümmert sich um ihr krankes Kind.

Die Arbeitsagentur unterstützt sie bei der auf ihre Lebensumstände passende Teilzeit-Umschulung. Das Unternehmen ist ebenfalls sehr zufrieden

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