1. come-on.de
  2. Lennetal
  3. Balve

Erneute Veränderung im Seniorenhaus St. Johannes

Erstellt:

Von: Julius Kolossa

Kommentare

Im Seniorenhaus St. Johannes wird ab Mittwoch geimpft. Mittlerweile ist jedoch bekannt, dass es auch in dieser Einrichtung bereits einen Corona-Fall gebeben hat.
Der Caritasverband sucht eine neue Leitung für das Seniorenhaus St. Johannes in Balve. © Kolossa, Julius

Der Caritasverband Arnsberg-Sundern sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt einen Leiter für das Seniorenhaus St. Johannes. Das geht aus einer Stellenanzeige hervor, die der neue Träger des Altenheims seit einigen Tagen auf seiner Homepage veröffentlicht hat.

Balve - Damit vollzieht der Caritasverband eine Kehrtwende, denn einen solchen sollte es eigentlich nicht mehr geben. Nachdem Franz-Josef Rademacher im Oktober nach 26 Jahren überraschend als Heimleiter abberufen worden war, sollte die Leitungsstelle nicht mehr neu besetzt werden und das Haus wurde in das Verbundsystem des Caritasverbandes aufgenommen.

Seitdem wurde die Balver Einrichtung zusammen mit den Seniorenhäusern St. Franziskus in Sundern und St. Josef in Wickede von Sebastian Füst geleitet. Nach den Gründen für diese neuerliche Umstrukturierung befragt, sagte Kathrin Gries, Leiterin des zuständigen Fachbereichs Pflege und Wohnen des Caritasverbandes Arnsberg-Sundern, lediglich, dass der Verband das Verbundleitungssystem seit 2020 in allen stationären und ambulanten Einrichtungen umsetze.

„Das führt zu einheitlicheren Strukturen und wir können der Pflege mehr Kapazität zur Verfügung stellen. Herr Füst übergibt St. Johannes an die neue Leitung, um seinen Verbund weiter zu führen, wenn die Strukturen des Verbandes dort etabliert sind“, so Gries. Franz-Josef Rademacher, der nach seiner Abberufung kurzzeitig als Leiter der Seniorenwohnungen Arnsberg fungierte, habe den Caritasverband mittlerweile auf eigenen Wunsch verlassen.

Die Stelle der Heimleitung soll schnellstmöglich besetzt werden. Der neue Leiter oder die neue Leiterin kommt laut Ausschreibung, die bis Ende Januar läuft, mit der Möglichkeit „zur perspektivischen Übernahme der Verbundleitungen von zwei Einrichtungen“. Neben der Leitungsstelle tauchen in dem Stellenportal noch weitere unbesetzte Stellen im Balver Seniorenhaus auf.

Frei sind beispielsweise Stellen für Betreuungsassistenten, Pflegefachkräfte- und -assistenten. Auch eine Wohnbereichsleitung wird gesucht. Kathrin Gries sagte dazu auf Anfrage, dass es sich um die „regelmäßige Fluktuation“ handele. Der Caritasverband versuche permanent für alle seine Einrichtungen Personal zu akquirieren, um diese Fluktuationen auszugleichen und den Bedarfen in allen Einrichtungen gerecht zu werden.

In Balve seien, wie bei der Übernahme der Trägerschaft vereinbart, alle Mitarbeiter übernommen worden. Derzeit sind in der Einrichtung 76 Mitarbeiter (mit unterschiedlichen Beschäftigungsumfängen) und vier Auszubildende tätig. Zur allgemeinen Situation in der Balver Senioreneinrichtung teilte Gries mit: „Die Arbeit in Balve ist natürlich durch einige Veränderungen geprägt.“ Hierzu gehörten die Einführung eines neuen EDV-Programms, neue Arbeitsprozesse und die Vorbereitungen auf den geplanten Umbau (siehe Infobox): „Ansonsten kann man sagen, dass das Fahrwasser schon wieder ruhiger geworden ist.“

Der Caritasverband Arnsberg-Sundern hatte das Altenheim in diesem Jahr vom bisherigen Träger, den Katholischen Kliniken im Märkischen Kreis, übernommen. Der Grund für den Trägerwechsel waren unterschiedliche Vorstellungen über die weitere Entwicklung des Hauses sowie mögliche Investitionen zwischen den Katholischen Kliniken und der St.-Blasius-Pfarrgemeinde als Eigentümerin.

Mit dem Trägerwechsel einher ging zunächst eine Namensänderung. Aus dem Altenpflegeheim St. Johannes wurde das Seniorenhaus St. Johannes.

Umbau im laufenden Betrieb

Zu den Aufgaben des neuen Trägers gehört es unter anderem, nach den Vorschriften des Wohn- und Teilhabegesetzes für NRW die Einzelzimmerquote des Balver Altenheims auf 80 Prozent zu erhöhen. Umgesetzt werden soll die aufwendige Baumaßnahme nach Aussage des Caritasverbandes Arnsberg-Sundern ab dem zweiten Quartal 2022. Das Projekt soll rund sechs Millionen Euro kosten. Als Bauzeit sind etwa zweieinhalb Jahre veranschlagt. Anders als beispielsweise im Neuenrader Evangelischen Seniorenzentrum und Altenaer Ellen-Scheuner-Haus, soll der Umbau im laufenden Heimbetrieb erfolgen. Nach Abschluss der Arbeiten sollen 80 Zimmer zur Verfügung stehen, zurzeit sind es 66, die laut Caritasverband allesamt belegt sind.

Auch interessant

Kommentare