Nach rund eineinhalb Jahren

Bundeswehr-Musiker spielen erstes Konzert nach Corona-Pause in Beckum

Solo am mehr als zwei Meter langen Alphorn: Stefan Paul hatten seinen Auftritt mit dem größten Instrument des Abends beim Stück „Alphornzauber“.
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Solo am mehr als zwei Meter langen Alphorn: Stefan Paul hatten seinen Auftritt mit dem größten Instrument des Abends beim Stück „Alphornzauber“.

„Wieder herzlich willkommen in der Beckumer Schützenhalle“, leitete Thomas Bianga, Vorsitzender des Musikvereins Beckum, am Donnerstagabend das Benefizkonzert ein.

Es war für die 200 Besucher in der nach Corona-Vorschriften voll besetzten Beckumer Schützenhalle eine schöne Gelegenheit, sich nach fast zwei Jahren der Konzert-Abstinenz wieder unterhalten zu lassen.

Dafür saßen auf der Bühne mit der Egerländerbesetzung des Luftwaffenmusikkorps Münster der Bundeswehr durchaus alte Bekannte. Für die Musiker war es nach eineinhalb Jahren Pandemie-Zwangspause das erste öffentliche Konzert seit dem Ende des Lockdowns. „Heute ist unsere Premiere“, sagte Dirigent Holger Rethemeier im Gespräch mit der Redaktion.

Pandemie: Auch das Orchester musste sich einschränken

Auch sein Orchester mit Profimusikern musste sich in der Pandemie einschränken; nachdem lange Zeit nur Ensembleproben möglich waren, darf seit Juni wieder in kompletter Besetzung geprobt werden. „Und heute spielen wir endlich wieder vor Publikum“, sprach Rethemeier von einem besonderen Abend für die Musiker und auch für sich.

Für das Münsteraner Luftwaffenmusikkorps der Bundeswehr war es am Donnerstagabend in Beckum der erste Auftritt vor Publikum nach langer Corona-Pause.

Das Metier des Münsteraner Luftwaffenmusikkorps ist die volkstümliche Musik aus Böhmen, Mähren und der ehemaligen Tschechoslowakei, die 1956 von Ernst Mosch mit seinen „Egerländer Musikanten“ geprägt wurde. Seitdem sind immer wieder neue Einflüsse dazugekommen, sodass inzwischen ein großes Repertoire an Volksweisen und Polkas zusammengekommen ist. „Es ist einfach die Blasmusik“, fasste der Dirigent des Luftwaffen-Ensembles zusammen, was das Spielen dieser Musikrichtung ausmacht. „Diese Musik berührt mit ihrem volkstümlichen Charakter.“

Musiker versprühen viel Spielfreude

In Beckum machte die Professionalität der Berufsmusiker das Konzert aus, aber auch die deutlich spürbare Spielfreude. Den längsten Einsatz hatte dabei Stefan Paul, der beim „Alphornzauber“ das größte Instrument, das über zwei Meter lange Alphorn spielte. Dieses Solo, aber auch die anderen von den Egerländern gespielten Stücke, bekam viel Beifall vom Publikum, das bestens unterhalten wurde.

„Das war ein gelungener Konzertabend“, fasste Thomas Bianga nach dem letzten Lied erfreut zusammen.

Erlös fließt in die Jugendarbeit

Der Erlös dieses Abends kommt der Jugendarbeit des Beckumer Musikvereins zugute. Der Nachwuchs hat seinen ersten Auftritt nach dem Lockdown am Sonntag, 19. September, mit einem eigenen Konzert. Vor- und Jugendorchester treten ab 15.30 Uhr in der Beckumer Schützenhalle auf. Ab 14.30 Uhr werden Kaffee und Kuchen serviert. Thomas Bianga: „Einen Gastverein haben wir dieses Mal nicht.“

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