Satte 81,5 Prozent

Bundestagswahl: Balve mit der kreisweit höchsten Wahlbeteiligung

Viele Balver machten am Sonntag von ihrem Wahlrecht Gebrauch. Mit 81,5 Prozent war die Wahlbeteiligung an der Bundestagswahl die beste im Kreisgebiet.
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Viele Balver machten am Sonntag von ihrem Wahlrecht Gebrauch. Mit 81,5 Prozent war die Wahlbeteiligung an der Bundestagswahl die beste im Kreisgebiet.

Hochzufrieden mit dem Ergebnis der Bundestagswahl ist der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Thomas Vogtmann. Im Gespräch mit der Redaktion sagte Vogtmann: „Das Wahlergebnis in Balve stimmt mit dem Bundesdurchschnitt überein.“

Im Bund kamen die Sozialdemokraten auf 25,7 Prozent der Stimmen, in der Hönnestadt auf 25,9 Prozent. Damit legte die SPD in Bund und in Balve gegenüber der Wahl 2017 um jeweils gut fünf Prozentpunkte zu.

Letztlich sei diese Wahl „wie erwartet“ mit den Sozialdemokraten als Gewinner ausgegangen, sagte Vogtmann erfreut. Dagegen zeichnete der Balver CDU-Fraktionsvorsitzende Alexander Schulte am Montag ein anderes Bild: „Das Bundesergebnis ist schlecht, da gibt es nichts dran schön zu reden.“ Hier kommt die Union auf 24,1 Prozent. Wichtig sei, die Gründe dafür ohne Wenn und Aber aufzuarbeiten. „Ob eine Jamaika-, oder aber eine Ampel-Koalition letztlich dabei herauskommt, bleibt abzuwarten“, so Schulte.

CDU will auch weiterhin Politik „nah am Menschen“ machen

Die Balver Christdemokraten seien auch nach der Wahlschlappe in der Verantwortung, Politik nah am Menschen vor Ort zu machen. Schulte: „Wir werden auch weiterhin durch aktives, engagiertes Auftreten in Balve und seinen Dörfern zuhören und für unsere Ideen werben. Denn das war und ist unser Erfolgsrezept“, sagte Schulte. Die CDU in Balve wolle auch künftig dort sein, wo die Menschen sind: „Wir gehen in die Vereine, in die Verbände und Organisationen, in die Schulen und zu Veranstaltungen.“

Dass die CDU in der Hönnestadt rund acht Prozent weniger Zweitstimmen bekam, liegt für den Stadtverbandsvorsitzenden Hubert Sauer nicht an einem schlechten Wahlkampf: „Wir hatten viele spannende Begegnungen. So sprach Landesinnenminister Herbert Reul in Eisborn und Bildungsministerin Anja Karliczek besuchte das THW in Balve.“ Auch in Zusammenarbeit mit der Jungen Union habe man die Wahlkampfstände bestritten.

Bürgermeister ist stolz auf seine Balver

Stolz auf die Balver ist Bürgermeister Hubertus Mühling (CDU). Immerhin ist seine Stadt die mit der prozentual höchsten Wahlbeteiligung im Märkischen Kreis (81,5 Prozent). Zum Vergleich: Im benachbarten Werdohl lag diese nur bei knapp 68 Prozent. „Die Balver nehmen ihr Wahlrecht ernst. Diese hohe Beteiligung ist außergewöhnlich und erfreulich.“ Zuzurechnen sei dies besonders den Briefwählern. So gaben in Balve schon vor dem eigentlichen Wahltag mehr als 40 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme per Brief ab.

Mühling rechnet damit, dass sich dieser Trend bei den kommenden Wahlen weiter verstärken werde. Zum nächsten Urnengang sind die Balver dann im Mai 2022 aufgerufen, wenn in Nordrhein-Westfalen ein neuer Landtag gewählt wird.

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