Der Bürgermeister legt vor

Beim Festumzug ließen die Garbecker Bernward Lösse und seine Gattin sowie Königin Adelheid hochleben. - Foto: Kolossa

GARBECK - Bernward Lösse ist seit Samstag nicht mehr bloß Vorsitzender der Schützenbruderschaft Heilige Drei Könige Garbeck, sondern auch ihr Jubelschützenkönig – einige Schützen meinten dazu: „Es hat wohl Tradition, dass die Vorsitzenden zum Jubiläum den Vogel abschießen, denn vor 25 Jahren hat schon Johannes Vielhaber auf der 325-Jahr-Feier den Titel geholt.“

Lösse war einer von 37 ehemaligen Regenten, die eine Stunde und 34 Minuten auf den Aar anlegten. Erst mit dem 160. Schuss gab dieser sich geschlagen. Dass fünf Durchgänge erforderlich waren, überraschte alle auf der Vogelwiese. Fiel doch die erste Insignie schon mit dem zweiten Schuss. Bürgermeister Hubertus Mühling holte mit seinem Ehrenschuss die Krone samt Kopf und der mit einer „350“ beschrifteten Tafel aus dem Kugelfang. „Die bekommen einen Ehrenplatz im Rathaus“, meinte er dazu.

Zielsicher waren die Majestäten alle. Und so löste sich nach jedem Treffer Holz vom Vogel. Doch es dauerte bis zum 44. Schuss, bis der Verlust eines weiteren Ehrenzeichens zu verzeichnen war: Apfel mit rechtem Flügel schoss Hubert Priggel ab. Reinhard Lohmann, der 1956 mit Karin Schulte-Brügger regierte, und mit 80 Jahren auch der älteste Schütze war, holte das Zepter (74. Schuss), mit dem 93. Schuss von Gregor Grevener fiel der linke Flügel.

Gefeiert wurde Lösse, König von 1999, nach seinem finalen Schuss. Mit ihm freute sich Ehefrau Adelheid. Und weil die amtierenden Regenten Frank und Iris Severin noch bis Schützenfest-Montag, 15. Juli, im Amt sind, hat Garbeck ein „Zwei-Königs-Jahr“. Vor beiden Regentenpaaren und dem Gefolge fand in der Dorfmitte der Große Zapfenstreich statt, gespielt vom Musikverein Garbeck und dem Spielmannszug Hellefeld.

Die offizielle Proklamation in der Schützenhalle übernahm der zweite Vorsitzenden Martin Vielhaber. Er stand bereits beim Empfang am Freitag ebenso im Mittelpunkt wie Oberst Manfred Schwermann und Adjutanz Bernd Titzmann. Diese erhielten vom Kreisvorstand jeweils den Orden für hervorragende Verdienste verliehen. Für die Schützenbruderschaft gab es eine Ehrentafel, vom Bundesvorstand wurde der große Wappenteller des Sauerländer Schützenbundes überreicht.

Beim Umzug mit 1300 Teilnehmern gab es auch ein Vogelschießen wie vor 50 Jahren zu bestauenen. Dieses hatten die Familien an der Märkischen Straße arrangiert. 25 Teilnehmer schossen mit Holzgewehren auf einen Aar aus der Werkstatt von Stephan Honert. Die Schüsse allerdings kamen vom Band.

Mehrere tausend Besucher aus Nah und Ferne ließen sich den farbenprächtigen Festzug nicht entgehen. Mit dem Königstanz und danach dem Schützenball endete schließlich ein rauschendes Fest.

Von Julius Kolossa

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