CDU ist klarer Wahlsieger

+
Bürgermeister-Kanditat Lorenz Schnadt gab seine Stimme in der Grundschule in Garbeck ab.

Balve – Die Christdemokraten sind die klaren Sieger der Kommunalwahl in Balve: Sie konnten 59,48 Prozent der Wählerstimmen auf sich vereinigen – 1,6 Prozent mehr als im Wahljahr 2014.

Dagegen hat Bürgermeister Hubertus Mühling (CDU) fast zehn Prozent der Stimmen verloren. Dennoch haben ihm nicht nur CDU-Wähler das Vertrauen ausgesprochen: Der Volkringhausener konnte immerhin 66,68 Prozent der Hönnestädter überzeugen. Das unterstrich der amtierende und neu gewählte Bürgermeister dann auch im Rathaus, wo die Ergebnisse in kleinem Rahmen präsentiert wurden. „Ich bin froh und dankbar für dieses Ergebnis.“ 

Dass er kein absolutes Traumergebnis wie in den Jahren 2014 (76,06 Prozent) und 2009 (76,28 Prozent) mehr vorweisen konnte, kommentierte Hubertus Mühling mit den Worten: „Nach 16 Jahren im Amt kann man nicht mehr jedermanns Darling sein.“ Dennoch sei es ihm gelungen, den größten Teil der Balver durch seine Taten zu überzeugen. „Meine Arbeit ist honoriert worden.“ Der Christdemokrat lenkte das Augenmerk auf die coronabedingten Einschränkungen in den vergangenen Monaten und stellte fest: „Der Straßenwahlkampf ist in diesem Jahr fast völlig auf der Strecke geblieben.“ 

Dennoch lag die Wahlbeteiligung in der Hönnestadt mit 60,46 Prozent – 5680 der insgesamt 9395 Wahlberechtigten haben ihre Stimme abgegeben – höher als im Jahr 2014 als 55,24 Prozent der Balver den Urnengang antraten. Auch das könnte Mühlings Herausforderer Lorenz Schnadt (UWG) in die Karten gespielt haben. Er war mit dem Ausgang der Wahl persönlich sehr zufrieden. „Ich in glücklich. Mehr als neuen Prozent mehr der Stimmen als 2014 bekommen zu haben. Das ist schon eine Ansage.“ 

Besonders die Eisborner hätten offensichtlich großes Vertrauen in seine Problemlösungskompetenz, sagte Schnadt, der in diesem Wahlbezirk 41,18 Prozent der Stimmen erhielt. Der Bürgermeisterkandidat aus Garbeck hatte vorab bekundet, sich für die Menschen im Dorf einsetzen zu wollen, die Bedenken gegen die Erweiterung des Steinbruchgeländes haben. „Es freut mich natürlich, dass die Eisborner das honorieren, aber die eigentliche Arbeit steht uns dort noch bevor“, stellte Schnadt fest. 

Aus Sicht eines UWG-Mitglieds – die Wählergemeinschaft hat einen Sitz an die CDU verloren – war der Garbecker allerdings mit dem Wahlausgang nicht zufrieden: „Die CDU hat eine klare Mehrheit. Die Wähler wollen keine Veränderung, obwohl die UWG in der Vergangenheit immer wieder Alternativen aufgezeigt hat.“ 

Dagegen machte der CDU-Fraktionsvorsitzende Alexander Schulte einen eindeutigen Trend „pro CDU“ aus, und erklärte, er sei „sehr zufrieden und guter Dinge“. Das bezog Schulte ausdrücklich auch auf Eisborn, wo Christdemokrat Jens Timmermann 63,74 Prozent der Stimmen holen konnte. Schulte sprach von einem „grandiosen Ergebnis“ und einem klaren Auftrag der Wähler für den neuen CDU-Ratsherrn.

Nicht wirklich zufrieden konnte der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Thomas Vogtmann mit dem Ausgang der Kommunalwahl und den 14,28 Prozent der Wählerstimmen sein. Dennoch erklärte er: „Unser Ziel war, die fünf Sitze zu erhalten und das ist uns auch gelungen.“ Große Zugewinne zu erzielen, das sei in der Hönnestadt von vorneherein unrealistisch gewesen, die CDU sei einfach zu stark. Am Wahlkampf könne es nicht gelegen haben, meinte Vogtmann. „Wir haben viel plakatiert und für unsere Ziele geworben.“ 

Einen Erfolg hätten die Sozialdemokraten in Beckum verzeichnen können, der Heimat von Thomas Vogtmann. „Hier hatte ich mit 38 Prozent und einem Plus von drei Prozent mein bestes Ergebnis bei einer Kommunalwahl.“ Persönliche Präsenz vor Ort sei eben sehr wichtig, betonte er.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare