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Wechsel zum Offenen Ganztag

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Von: Julius Kolossa

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Michael Bathe, Allgmeiner Vertreter des Bürgermeisters
Michael Bathe, Allgmeiner Vertreter des Bürgermeisters © Kolossa, Julius

Über Platzmangel in der „Zauberkiste“ wurde Bürgermeister Hubertus Mühling (CDU) informiert.

Garbeck/Beckum – Aktuell werden hier, neben der Garbecker Grundschule, 75 Kinder vom „Verein zur Betreuung von Kindern der katholischen Grundschule Drei Könige Garbeck“ betreut. Mit dieser Zahl ist der Verein, der sich in dieser Sache per Brief an Mühling wandte, an seine räumlichen und personellen Grenzen gelangt – und dies, obwohl bereits ein weiteres Obergeschoss in Zusammenarbeit mit der Stadt ausgebaut und damit das Platzangebot vergrößert wurde.

„Wir sehen derzeit die Gefahr, dass wir in Zukunft keine weiteren Kinder mehr aufnehmen können“, wird in dem Brief die Dringlichkeit betont, schnell zu handeln. „Wir möchten Sie deshalb bitten, zusätzliche Möglichkeiten für die Kinder zu schaffen.“ Dies bedeute nicht nur mehr Raum, sondern auch mehr Personal.

Umwandlung in Offene Ganztagsschule prüfen

In diesem Verein übernehmen Mitglieder die Betreuung der Kinder, doch bei immer mehr zu betreuenden Kindern vergrößere sich der Zeitaufwand. Nun werde es immer schwieriger, Eltern zu finden, die bereit seien, diese Verantwortung der Betreuungsarbeit zu übernehmen. Die Verantwortlichen des Projekts „Zauberkiste“ bitten den Bürgermeister deshalb, die Umwandlung der Betreuung in Garbeck in eine Offene Ganztagsschule (OGS) zu prüfen, sowie die Übernahme der Betreuung durch die Stadt zu gewährleisten.

„Kinderbetreuung ist eine Mammutaufgabe“, sagte dazu Beckums Schulleiterin Petra Köhler im Gespräch mit der Redaktion. Auch an ihrer Grundschule gibt es einen Betreuungsverein, der ehrenamtlich geleitet wird. „Bis zu 30 Kinder täglich werden bis 15 Uhr betreut“, erzählte sie. Und dies entweder im Integrationszentrum oder in den Klassenräumen. „Es geht jetzt darum, die bisher geleistete Arbeit erzieherisch und pädagogisch zu erweitern.“ Deshalb wandte sich der Beckumer Betreuungsverein ebenfalls an die Stadt, um eine OGS unter deren Trägerschaft einrichten zu können.

Der „Ausschuss Ehrenamt, Schule, Digitalisierung, Soziales“ hat diese Anträge während seiner Sitzung am Mittwoch, 24. November, ab 18 Uhr in der Schützenhalle in Langenholthausen auf seiner Tagesordnung. Dazu erläuterte Michael Bathe, Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters: „Für Beckum sind im Haushaltsjahr 2022 für das Projekt 500 000 Euro und für 2023 weitere 150 000 Euro in den Haushaltsplanentwurf eingestellt.“

Für Garbeck noch kein Geld eingestellt

Für Garbeck sei noch kein Geld eingestellt worden. „Es muss darüber beraten werden, wo und wie weiterer Betreuungsraum zur Verfügung gestellt werden kann“, so Bathe. Ziel sei es, zunächst Infoveranstaltungen in Beckum und Garbeck durchzuführen, um die Unterschiede zwischen einer OGS und den bisherigen Programmen zu erläutern. Danach müssten die Schulkonferenzen tagen und über die Einrichtung einer OGS am jeweiligen Standort beschließen. Außerdem müssten pädagogische Konzepte erstellt werden, die für die Beantragung bei der Bezirksregierung Arnsberg notwendig sind.

Sofern alles in diesem Sinne verläuft, muss final der Rat der Stadt diese Einrichtungen beschließen. Wenn zum Schuljahr 2022/2023 die OGS an beiden Grundschulstandorten eingerichtet werden soll, müsste der Rat bereits in seiner Sitzung am 23. März die Beschlüsse fassen, um die Anträge samt Schulkonferenz-Beschlüssen und pädagogischen Konzepten fristgerecht bis zum 31. März bei der Bezirksregierung Arnsberg stellen zu können.

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