Patronatsfest im Altenpflegeheim St. Johannes

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Bürgermeister Hubertus Mühling dankte in seinem Grußwort für die geleistete Arbeit. Links im Bild Heimleiter Franz-Josef Rademacher sowie rechts die Mitarbeiterinnen Silke Nagel und Rita Buer.

Balve - Mit dem Patronatsfest zu Ehren des heiligen Johannes als Schutzpatron des seit 23 Jahren bestehenden gleichnamigen Altenpflegeheims in der Hönnestadt haben die Balver am Mittwoch nach den beiden Weihnachtstagen gleich den nächsten Festtag begangen.

Pfarrer Andreas Schulte hielt die Messfeier, an deren Ende Heimleiter Franz-Josef Rademacher das Wort ergriff, um einem Bewohner zu seinem Geburtstag sowie zwei Mitarbeiterinnen, Silke Nagel und Rita Buer, für zehnjährige Treue zu gratulieren. Heinz-Josef Striewski durfte sich an seinem 73. Geburtstag nicht nur über die Glückwünsche des Heimleiters, sondern auch Kuchen, Geschenke und ein Ständchen freuen.

Personalsuche gestaltet sich schwierig

Rita Buer hat als Pflegefachkraft vier Jahre in Bochum in einer christlichen Einrichtung gearbeitet, bevor sie nach Balve wechselte; Silke Nagel entschloss sich 2007 nach ihrem Dienst als Pflegekraft eine Ausbildung zur Fachkraft zu absolvieren. Von 2010 bis 2013 wurde sie ausgebildet, seitdem gehört sie zum festen Pflegefachpersonal im St.-Johannes-Heim. Die Einrichtung sei ständig auf der Suche nach Fachkräften, sagte Franz-Josef Rademacher, „mit uns in die Zukunft gehen.“ Aber aktuell sei es schwierig, in Zeiten des Fachkräftemangels im Pflegebereich qualifizierte Kräfte zu finden.

Neben dieser Aufgabe für das neue Jahr wünschte sich der Heimleiter, dass alle Mitarbeiter und Bewohner dort in Ruhe und Ausgeglichenheit dem Tagesgeschäft nachgehen können. Das in Kürze zu Ende gehende Jahr fasste Rademacher nämlich als „sehr sehr schwierig“ zusammen. Umfangreiche Dokumentationen und Schulungen seien erforderlich gewesen, um nach der Reform die Umstellung von Pflegestufen in Pflegegrade zu meistern. Auch der Versuch der Entbürokratisierung koste viel Zeit, Arbeit und Nerven. Dazu seien neben dem Alltagsgeschäft noch diverse Begehungen des Medizinischen Dienstes, zuletzt am 18. Dezember, gekommen.

Vom Märkischen Kreis erhielt das Heim eine Auszeichnung im Rahmen der Zertifizierungskampagne gegen multiresistente Keime. Franz-Josef Rademacher stellte außerdem dar, dass inzwischen zwei Drittel der Pflegebetten gegen moderne Niedrigflurbetten mit geteilten Bettgittern ausgetauscht worden seien. Nicht ganz zufrieden war der Leiter mit der Belegungsquote, die von 99 auf 98,3 Prozent gesunken sei. Mehr Kurzzeitpflegeplätze nach Krankenhausaufenthalten seien der Grund dafür. Mit Blick auf die kontroverse Diskussion um die Öffnungszeiten an Heiligabend im Einzelhandel konnte sich der Heimleiter ein Schmunzeln nicht verkneifen: „Wir haben immer geöffnet.“ Für den 24-Stunden-Einsatz an 365 Tagen im Jahr dankte er den Mitarbeitern, ehrenamtlichen Helfern und auch den Vereinen: „Alle haben sich vor Weihnachten in vielfältiger Weise eingebracht.“

Knapp 100 Geburten in diesem Jahr

Traditionell hatte Bürgermeister Hubertus Mühling das Schlusswort, der einige Zahlen nannte: diese Namenstagsfeier fände im 587. Jahr der Stadtrechtswerdung von Balve (1430) statt. 2017 seien schon 98 Geburten registriert worden, so dass bereits an der 100er-Marke gekratzt werde. In seinem Grußwort dankte er für die Ausrichtung der Feier und die Arbeit, die in diesem Altenpflegeheim geleistet wird: „Pflege ist nicht selbstverständlich und nicht einfach.“

Das Stadtoberhaupt hatte aber auch das Umfeld im Blick, und wies auf die in diesem Jahr vorgenommene Sanierung des Brucknerweges hin. 2018 werde der Schulhof der Grundschule erneuert, der ein Ort der Begegnung für Schule, Kindergarten und Altenheim werden soll: „Jung und Alt sollen davon partizipieren.“ Zum Patronatsfest gehörte auch ein Empfang mit Sekt und einem Imbiss. Daran teil nahmen auch Landrat Thomas Gemke und Ortsvorsteher Matthias Streiter.

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