Bürgerbeteiligung in Balve fast ohne Bürger

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Stellten das Konzept für Wirtschaftswege vor: Eugen Bitjukov (links) und Hartmut Scharf.

Langenholthausen - Hartmut Scharf vom Bauamt der Stadt Balve und Kollege Markus Höhmann stellten am Donnerstag in der Sokola.de für die Mellener und Langenholthausener das ländliche Wegenetzkonzept vor, das zusammen mit dem Planungsbüro Ge-Komm aus Melle erarbeitet wurde.

Dessen Geschäftsführer Eugen Bitjukov, und Eduard Schwarz, Landschaftswissenschaftler, erklärten die Vorgehensweise bei der Kartierung, bei der auf GPS-Daten zurückgegriffen wird, und erläuterten auch die Ziele, die hinter dem neuen Konzept stecken. Diese sind für Balve und alle Ortsteile identisch. „Bedarfsgerecht und finanzierbar sollen die Wirtschaftswege sein“, sagte Schwarz. 

Dafür wurde eine Inventur der in den 1950er- bis in die 1970er-Jahre während der Flurbereinigungsverfahren entstandenen Waldwirtschaftswege gemacht, um festzustellen, wo wichtige Wege verlaufen, die nicht nur von Forst- und Landwirten, sondern auch von Wanderern, Reitern und Radfahrern genutzt werden, und Investitionen daher sinnvoll sind. Solche sogenannten multifunktionalen Wege werden in einem Ranking höher bewertet als Wege, die kaum genutzt werden und somit wegfallen können.

All diese für die Erstellung des Konzeptes zusammengetragenen Erkenntnisse stellten die Experten der Bevölkerung im Rahmen eines Bürgerbeteiligungsverfahrens vor. In der Sokola.de als viertem und letztem Veranstaltungsort fand dies vor 21 Bürgern aus Mellen und Langenholthausen statt. Der Auftakt hatte in Balve mit sieben Leuten stattgefunden, danach kamen in Beckum 30 zusammen, wenig später in Garbeck elf. „Insgesamt eine verhaltene Resonanz der Bevölkerung“, meinte Hartmut Scharf.

Noch kann sich jeder einbringen. Im Rahmen des digitalen Bürgerdialogsverfahrens können online unter www.wirtschaftswegekonzpt.de bis zum 18. August Kommentare zum Wegenetzkonzept abgegeben werden. Dies ist bereits seit dem 12. Juni möglich. „Bisher sind eine Handvoll Kommentare eingegangen“, so Eduard Schwarz von Ge-Komm.

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