Bürger sanieren ihre eigene Anliegerstraße

Die Pater-Kilian-Straße wird von den Anwohnern auf eigene Kosten saniert.

BALVE ▪ „26 Anlieger der Pater-Kilian-Straße haben sich bereit erklärt, eine neue Asphaltdecke vom Brucknerweg bis zum Prozessionsweg in Eigeninitiative vornehmen zu lassen“, teilte Bürgermeister Hubertus Mühling am Dienstag in der Sitzung vom Ausschuss Umwelt, Planung und Bau mit.

Einmütig erteilten die Mitglieder diesem Anliegen ihre Zustimmung, so dass nach diesem Beschluss die Unterschrift unter die Vereinbarung zwischen Stadt und Anlieger gesetzt werden kann.

Eigene Ingenieurdienstleistungen für Balve fielen nicht an, so Mühling. Begonnen werden soll mit den Arbeiten ab Anfang Januar, das Ende ist für Ende Mai 2013 vorgesehen. In diesem Zusammenhang wird von der Stadt der Kanal verlängert.

Zu diesem Zeitpunkt bei fortgeschrittener Tagesordnung waren noch drei Zuhörer anwesend, zu Beginn waren es 16. Diese verfolgten ebenso wie die Ausschussmitglieder die Ausführungen von Claudia Bredemann von der Firma Ökoplan aus Essen über das „Plankonzept zur Darstellung von Konzentrationszonen für Windenergieanlagen unter Berücksichtigung des neuen Windenergieerlasses vom 11. Juni 2011.“

Sie betonte, nur Empfehlungen aussprechen zu können, da weitere Planungsschritte wie Absprachen mit der Unteren Landschaftsbehörde noch vorzunehmen wären. Neun Flächenkomplexe kämen in die engere Wahl, acht davon wegen des Konfliktpotentials zum Artenschutz nur als „bedingt geeignet.“ Berücksichtigt seien dabei schon die Vorgaben: 700 Meter müssen die über 150 Meter hohen Windanlagen von Wohnbau- und Gemeindebedarfsflächen entfernt sein, 500 Meter muss der Abstand zu Dorf- und Mischgebieten im Außenbereich sein. Voraussetzung ist außerdem eine Mindestfläche von zehn Hektar für einen Windpark mit drei Anlagen und mehr sowie 0,8 Hektar für eine Einzelanlage. Bis auf den anliegenden Modellflugplatz sei das Areal nördlich von Beckum am besten geeignet für dieses Vorhaben. Bedingt geeignet erschienen den Mitarbeitern des Esseners Planungsbüros die Naturschutzgebiete Hesten- und Klinkenberg und die Flächen südwestlich von Langenholthausen, südöstlich von Mellen, nordöstlich von Langenholthausen, der südliche Teil des Balver Waldes, die Kyrill-Schadflächen nordöstlich von Mellen und die südliche/westliche Fläche in Langenholthausen.

Als nicht geeignet wurde der nördliche Teil des Balver Waldes eingestuft. Mit diesen Ergebnissen wollen die Politiker in die weiteren Beratungen gehen.

Von Julius Kolossa

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