Mahnwache und Friedensgebet auf Drostenplatz

Pfarrer Andreas Schulte (Dritter von rechts) von der St. Blasius-Pfarrgemeinde forderte die Teilnehmer der Mahnwache auf, ihre Stimme gegen Krieg und Terror zu erheben. Foto: Kolossa

Balve - 55 Frauen und Männer aus dem gesamten Stadtgebiet nahmen auf dem Drostenplatz an einer Mahnwache und einem Friedensgebet teil. Brigitte Herrmann von Bündnis 90/ Die Grünen und ihr Mann Egbert sowie Otmar Hermanns gehörten zu den Organisatoren der Veranstaltung.

Sie erinnerten an den 11. September als „ein historisches Datum. Das Leid der Menschen bewegt uns.“ Damals seien auf grausame Weise viele Menschen getötet worden – und heute rücken die Kriegsgebiete immer näher. Immerhin sei die Ukraine nur drei Flugstunden von Deutschland entfernt, so Brigitte Herrmann. Für die vielen Toten, Verletzten und Flüchtlinge wurden Kerzen angezündet und eine Schweigeminute gehalten. „Stoppt den Waffenhandel“ und „Es ist Krieg. Entrüstet Euch“, stand derweil auf zwei Bannern.

Gemeinsam die Stimme zu erheben, sei eine Möglichkeit, dem Krieg zu begegnen, mahnte Pfarrer Andreas Schulte von der St. Blasius-Pfarrgemeinde an. Als Grundlage für ein friedvolles Miteinander führte er die „Bergpredigt“ aus dem Matthäus-Evangelium an. Von „Schwertern zu Pflugscharen“ aus dem Buch Micha des Alten Testaments sprach Christian Weber, Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde. Dabei führte er eine Begegnung mit einem Balver an, der den Zweiten Weltkrieg als Soldat miterlebt hatte und sagte: „Besser 100 Tage verhandeln, als einen Tag Krieg zu führen.“ Es waren andächtige, besinnliche 30 Minuten auf dem Drostenplatz. Die Teilnehmer erhielten viele Anregungen, auch bei den Fürbitten für die Menschen in Afrika, Syrien und im Irak sowie in Israel, Palästina und der Ukraine. Auch für die Menschen in Europa wurde gebetet. Pfarrer Weber: „Lenke unsere Füße auf den Weg des Friedens.“ Diese Mahnwache war die erste in Balve – eine Fortsetzung sei vorerst nicht vorgesehen, so Egbert Herrmann. - Von Julius Kolossa.

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