Bücherei mal anders: Sechste „Nacht der Bibliotheken“

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Frank Kallweit ist einer der „Pflück dir Glück“-Initiatoren der Mörderischen Sauerländer.

Balve - In der Balver Bücherei wartete am Freitag im Rahmen der "Nacht der Bibliotheken" das Glück hübsch verpackt darauf, entdeckt und mit nach Hause genommen zu werden.

Diese nette Geste ließen sich die Wortspieler einfallen für die Besucher, die an der „Nacht der Bibliotheken“ teilnahmen. „Ja, wir können auch anders“, sagte Frank Kallweit, der wenige Minuten zuvor noch als „Kommissar Zufall“ ermittelte, und lud das Publikum ein, sich ein Stück vom Glück zu pflücken und selbst das Glück in Worte zu fassen. „Dies ist die gute Seite von uns Mörderischen Sauerländern.“ 

Gerne ließen die Besucher sich darauf ein – sowohl bei diesem Programmteil zu fortgeschrittener Stunde wie auch beim Auftritt des Trio Lit mit literarischer Frauen-Power oder dem sich Ringelnatz widmendem „PoeTrio+“, waren die Stuhlreihen gut gefüllt, und die Zuschauer begeistert von dem, was ihnen geboten wurde. 

Die Stuhlreihen waren gut gefüllt – die Resonanz war allerdings nicht so gut wie in den Vorjahren, stellten Büchereileiterin Steffi Friske und ihr Team fest. Über den Tag und Abend verteilt gab es verschiedene Programmpunkte.

Büchereileiterin Steffi Friske hatte sich mit ihrem Team für die „Nacht der Bibliotheken“ richtig ins Zeug gelegt. Gestartet wurde mit dem „Treppentrödel“, der wegen des Brandschutzes zu einem „Ein-Raum-Trödel“ umgestaltet wurde. 

Dort gab es Bücherschnäppchen zu Kilopreisen. Ob Sachbuch, Roman, Fachbuch oder Literatur für Kinder und Jugendliche, die gesammelten Werke wurden gemeinsam auf die Waage gelegt und mit einem Euro pro Kilogramm abgerechnet. Die Kinder zeigten sich kreativ im Bastelraum, der danach zu einem Kinderkino wurde. „Leon und die magischen Worte“ zog den Nachwuchs in seinen Bann. 

Zu den Abendveranstaltungen von 18 bis 22 Uhr konnten die Besucher kommen und gehen, wie sie wollten. Rund um die Uhr war auch das Büffet geöffnet, zu dem viele Unterstützer der Bücherei einen Beitrag als Kuchen, Blätterteig, Pizza oder Lachsrolle geleistet hatten. 

Schlechtere Resonanz als in den Vorjahren 

Ansprechend war diese sechste „Nacht der Bibliotheken“, die alle zwei Jahre in Nordrhein-Westfalen durchgeführt wird, in Balve gestaltet. Das Motto: „The place to be!“ wurde gut umgesetzt. 

Die Besucher hatten viele Möglichkeiten, sich außerhalb der Öffnungszeiten umzusehen. „Es könnten mehr sein“, sagte Steffi Friske. Wie ihr blieb den Stammgästen nicht verborgen, dass die Publikumsresonanz diesmal nicht so groß war wie in den Vorjahren.

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