Brüder müssen für Prügel bezahlen

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BALVE/MENDEN ▪ Ein Plettenberger Brüderpaar hatte vor einer Balver Diskothek für Ärger gesorgt und sich mit einem Türsteher angelegt. Am Montag musste sich das Gespann wegen gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung vor dem Mendener Amtsgericht verantworten. Am Ende hatten die 22 und 24 Jahre alten Angeklagten Glück im Unglück: Ihre Verfahren wurden vorläufig eingestellt. Einen Denkzettel bekamen sie trotzdem, denn als Bedingung für die Einstellung müssen die Männer nun 1000 Euro an den evangelischen Kindergarten und 1200 Euro an das evangelische Krankenhaus in Plettenberg zahlen.

Am 26. April vergangenen Jahres hatte sich einer der Brüder in einer Balver Disco mit einem anderen Gast angelegt. Daraufhin hatte ihn der Türsteher rausgeschmissen. Vor der Tür soll der Angeklagte dann seinen Bruder angerufen haben, der sich sofort auf den Weg nach Balve gemacht hatte. Gemeinsam hatten die beiden versucht, wieder ins Lokal zu gelangen – ohne Erfolg. Als der Türsteher gegen 3.15 Uhr die Tür für einen anderen Besucher geöffnet hatte, hatten die Angeklagten die Gunst der Stunde genutzt und waren auf den Geschädigten losgegangen. Es folgte eine Attacke mit Tritten auf Kopf und Oberkörper.

Gleich zu Beginn der gestrigen Verhandlung signalisierten Gericht und Staatsanwaltschaft die Bereitschaft, die Verfahren unter der Bedingung einer Geldzahlung einzustellen. Nach einer kurzen Beratungspause erklärten sich die Brüder damit einverstanden.

Die Vorwürfe gegen sich räumten sie im Kern ein. Nun liegt es ganz in ihrer Hand, ob es ein Wiedersehen vor Gericht gibt, oder ob sich die Angelegenheit durch ordnungsgemäßes Zahlen endgültig erledigt. ▪ jape

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