Hönne-Brücke bis Juni für Lkw gesperrt

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Rund 720 Sattelschlepper mit mehr als 7,5 Tonnen fahren täglich über die Verbindungsstrecke zwischen Balve und Beckum. Je nach Witterung wird es bis Juni dauern, bis sie die Hönne-Brücke wieder benutzen dürfen.

Balve - „Einsturzgefahr besteht nicht, sonst müssten wir die Hönne-Brücke direkt sperren. Aber zuviel Lkw-Verkehr als Dauerbelastung verträgt die Überführung nicht mehr“, sagte Thomas Raithel, Projektleiter der Bauabteilung von Straßen.NRW, am Mittwoch bei der Begutachtung der Brücke an der Bundesstraße 229 in Sanssouci.

Ende Januar wird die Brücke für Schwertransporter über 7,5 Tonnen Gewicht gesperrt und die Sattelschlepper umgeleitet.

Aufgefallen waren die Schäden in Sanssouci kurz vor Weihnachten. „Die Projektgruppe Brückenertüchtigung, die Bauwerke und Bundesstraßen ausmisst und nachrechnet, hat erhebliche Mängel in der Statik festgestellt“, erklärte Raithel. Zudem seien im Mauerwerk der Brücke, die in den 1870er Jahren gebaut wurde, teils starke Risse festgestellt worden.

Gefahr für alle Verkehrsteilnehmer bestehe an der Überführung über die Hönne allerdings nicht. Eine Tragfähigkeit für Sattelschlepper und Fahrzeuge über 7,5 Tonnen sei jedoch nicht mehr gewährleistet, so dass ab Ende Januar - wenn die bestellte Umleitungs-Beschilderung verfügbar ist - die Hönne-Brücke für den Lkw-Durchverkehr gesperrt wird. Täglich passierten die Stelle rund 720 Sattelschlepper mit mehr als 7,5 Tonnen Gewicht. Diese müssen sich auf lange Umleitungsstrecken über Langenholthausen, Beckum und Enkhausen einstellen.

Ausnahmen seien hierbei jedoch die Busse des öffentlichen Nahverkehrs und Rettungsfahrzeuge. Diese bekommen für den Zeitraum der Sperrung eine Sondergenehmigung für die Nutzung der Straße. „Die Polizei ist in die Planung integriert und wird verstärkt kontrollieren, ob sich die Lkw-Fahrer an das Durchfahrtsverbot halten“, sagte Raithel.

Erst im Juni soll die Brücke, deren Statik bis dahin durch zusätzliche Träger stabilisiert sein soll, wieder für alle Verkehrsteilnehmer freigegeben werden. Der Sanierungszeitraum sei allerdings auch von der Witterung abhängig. „Die Brücke wird dann für die nächsten fünf Jahre wieder tragfähig sein. Ein Neubau der Anlage ist nicht geplant, da die bestehende Eisenbahnbrücke und die anliegenden Wohnhäuser dies nicht zulassen würden. Angedacht ist, dass zukünftig der Hauptverkehr über dieStraßen Sanssouci und Helle - parallel zur Eisenbahnstrecke - verlaufen soll. „Damit wird sich der Planungsausschuss im Sommer befassen“, erklärte Thomas Raithel.

Von Benny Finger

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