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Maroder Brücke in Balve-Sanssouci droht Mehrbelastung

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Von: Julius Kolossa

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Die Brücke über die Hönne am Viadukt in Sanssouci ist bereits jetzt das Nadelöhr für den Schwerlastverkehr durch das Hönnetal. Jetzt könnten noch mehr Lastwagen die marode Brücke befahren.
Die Brücke über die Hönne am Viadukt in Sanssouci ist bereits jetzt das Nadelöhr für den Schwerlastverkehr durch das Hönnetal. Jetzt könnten noch mehr Lastwagen die marode Brücke befahren. © Kolossa, Julius

Seit der Sperrung der A45 bei Lüdenscheid hat sich die Zahl der Lastwagen, die täglich durch Balve rollen, bereits deutlich erhöht, eine weitere Steigerung dürfte aber ab Donnerstag, 19. Januar, erfolgen.

Dann nämlich wird die B236-Brücke auf der Bahnhofstraße in Altena für alle Fahrzeuge ab 3,5 Tonnen Gesamtgewicht gesperrt. Ein Teil des Verkehrs wird versuchen, die Sperrung über Balve zu umfahren, auch wenn dies nicht die offiziell ausgewiesene Umleitungsstrecke ist.

Die ohnehin schon marode Brücke auf der B229 am Bahnviadukt in Sanssouci, bereits jetzt das Nadelöhr für den Lkw-Verkehr durch das Hönnetal, muss damit für unbestimmte Zeit täglich noch mehr Lastwagen aushalten. „Diese Brücke in Sanssouci wird durch die Sperrung der Brücke in Altena für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen nicht über die Maßen mehr belastet“, verspricht Andreas Berg, Sprecher des Landesbetriebs Straßen.NRW.

B229n soll das Nadelöhr entschärfen

Schon jetzt macht die Brücke täglich aufs Neue Probleme, denn sie kann nicht gleichzeitig von zwei Lastwagen befahren werden. Staus sind regelmäßig die Folge. Um das Nadelöhr zu entschärfen, lässt Straßen.NRW die Umgehungsstraße B229n von Sanssouci bis Wocklum bauen. Noch haben aber selbst die vorbereitenden Arbeiten nicht begonnen, sodass es bis zur Fertigstellung mehrere Jahre dauern wird.

„Bis dahin findet alle sechs Monate eine Prüfung dieser Brücke auf Standfestigkeit statt“, so Berg. Zuletzt im Jahr 2015 wurde deren Tragfähigkeit mit Stahlträgern gesichert. „Ende 2023 soll diese Brücke nochmals verstärkt werden, sodass sich die Restnutzungsdauer um einige Jahre verlängern wird.“ Ohne diese Arbeiten könnte die Brücke ab 2024 nicht mehr genutzt werden. Sollte sich im Laufe dieses Jahres der Zustand verschlechtern, werde mit Baumaßnahmen entsprechend früher gehandelt.

Abbruchgenehmigung weiterhin nicht erteilt

Wann mit dem Abriss der Gebäude auf dem ehemaligen Stockmeier-Firmengelände die Vorarbeiten für die Trasse der B229n beginnen können, ist derzeit weiterhin unklar. „Es liegt noch immer keine Abbruchgenehmigung für die Gebäude vor“, sagt Andreas Berg. Dennoch hofft er, dass die Sanssouci-Brücke bis zur Fertigstellung der B229n durchhält.

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