Bruderschaft in Nöten

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Dem Vorstand der Schützenbruderschaft St. Hubertus-Volkringhausen stehen harte Zeiten bevor. ▪

VOLKRINGHAUSEN ▪ Es gab keine Kandidaten: Die Positionen des 2. Brudermeisters und die des Kassierers der Schützenbruderschaft. St. Hubertus-Volkringhausen konnten auf den Jahreshauptversammlung am Samstag nur kommissarisch besetzt werden. Deshalb wird der Vorstand für Anfang März eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen, um diese beiden Ämter besetzen zu können. Bis dahin wurde auch der weitere Verlauf des Schützenfestes nicht thematisiert.

„Es ist genug, es war eine schöne Zeit“, wollte Bernward Cordes nach 16 Jahren als 2. Brudermeister und insgesamt 23 Jahren im Offizierskorps das Amt an einen jüngeren Schützenbruder abgeben. Und weil sich außerplanmäßig Andrè Unkhoff nach seinem ersten Jahr als Kassierer aus persönlichen Gründen nicht weiter zur Verfügung stellte, wurden gleich zwei Funktionen im geschäftsführenden Vorstand vakant. In den vergangenen Jahren war es schwierig, Offiziersposten neu zu besetzen, diesmal waren alle 66 Teilnehmer der Versammlung in der Pflicht, sich Gedanken über eine Neubesetzung zu machen – 45 Minuten lang dauerte dieser Gedankenaustausch, 45 Minuten lang wurde die Versammlung nicht fortgeführt. Weil sich auch nach dem Appell von Brudermeister Stephan Neuhaus und Ehrenbrudermeister Bernhard Neuhaus, sich der Sache Schützenbruderschaft und damit auch dem Erhalt der Schützenhalle zu stellen, keine Vorschläge eingingen, erklärten sich Bernward Cordes und André Unkhoff bereit, ihre Ämter bis zur außerordentlichen Mitgliederversammlung kommissarisch weiter zu führen. Auch die anderen bis dahin noch frei bleibenden Posten konnten mit gutem Willen weiter besetzt werden: Fähnrich Reinhold Menge, der nach 37 Jahren eigentlich aufhören wollte, erklärte sich mangels Bewerber bereit, ein Jahr weiter zu machen. Für den ausscheidenden Königsoffizier Christian Cordes wurde Ulrich Englert auf eigenen Wunsch für ein Jahr gewählt. Wieder gewählt wurden Schriftführer Sandro Schwabbauer, Hauptmann Thorsten Sprenger, Fähnrich Andreas Krutmann und Königsoffizier Daniel Strauß.

Die Konsequenz ist, dass alle Termine und Maßnahmen auf Eis gelegt wurden; für die Durchführung erforderlicher Baumaßnahmen mit einem Kostenvolumen über 3000 Euro wie die Notstromanlage und Außenbeleuchtung ließ sich der Vorstand von der Versammlung eine Bestätigung geben.

Dass das Schützenfest wieder am vierten Wochenende im Juli gefeiert werden soll, wurde nur am Rande erwähnt. Weder Musikvereine noch Ablauf wurden besprochen – auch weitere Termine des Schützenjahres wurden vertagt. Nur die 12. Kleiderbörse von Freitag, 24. Februar (Kleiderannahme von 14 bis 20 Uhr) bis Sonntag, 26. Februar (Verkauf von 10 bis 18 Uhr (13.30 bis 16.30 Uhr) wurde bestätigt. ▪ jk

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